Wirtschaftskammer Tirol unterstützt Mattles Bauvorschriften-Vorstoß
Die Kammer will Baukosten und Bürokratie senken und verlangt neben dem Normenabbau digitale, schnellere Bauverfahren.
Am 31. Juli stellte sich die Wirtschaftskammer Tirol hinter den Vorstoß von Landeshauptmann Anton Mattle, überzogene technische Bauvorschriften und Normen zu verringern.
Die Kammer verbindet dies mit niedrigeren Baukosten und weniger Bürokratie. Präsidentin Barbara Thaler und Vizepräsident Anton Rieder verweisen darauf, dass zusätzliche Vorgaben Familien beim Eigenheim, Unternehmen bei Investitionen und Mieterinnen und Mieter über höhere Wohnkosten treffen können.
Prüfung soll Kosten und Nutzen aller Vorgaben erfassen
Nach Einschätzung von Rieder zeigen sich die Auswirkungen einzelner Regeln häufig erst auf Baustellen. Viele Normen und Standards schafften keinen zusätzlichen Sicherheitsgewinn mehr, verteuerten Bauvorhaben aber spürbar.
Die Wirtschaftskammer verlangt daher eine umfassende Prüfung des Regelwerks auf Notwendigkeit, Kosten und praktischen Nutzen. Einzelne Korrekturen genügten nicht, jede Vorschrift müsse einer Kosten-Nutzen-Abwägung standhalten und bestehende Normen sollten kritisch hinterfragt werden.
Thaler begrüßt zudem, dass die Landeshauptleutekonferenz das Thema aufgreift.
Kammer fordert digitale und raschere Bauverfahren
Auf Landesebene fordert die Wirtschaftskammer Tirol weniger bürokratische Hürden, eine konsequente Digitalisierung, raschere Entscheidungen und höhere Baudichten. Damit sollen sich die anteiligen Grundkosten pro Wohneinheit verringern.
Nach Ansicht von Thaler und Rieder reicht der Abbau von Normen allein nicht aus. Leistbares Bauen setze voraus, Kosten und Zeit zugleich zu reduzieren.
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