Alkoholverbot an Hauptbahnhöfen in Linz und Wels wird geprüft
Bild mit KI erstellt Das Ministerium lässt ein Konsumverbot an den Hauptbahnhöfen in Linz und Wels prüfen. Verkauf und Gastronomie wären davon nicht erfasst.
Das Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur prüft ein Alkoholkonsumverbot an den Hauptbahnhöfen in Linz und Wels.
An neun Bahnhöfen in Österreich ist das Trinken von Alkohol bereits im gesamten Bahnhofsareal untersagt. Nach Angaben des Ministeriums steht rund jede sechste sicherheitsrelevante Meldung an ÖBB-Bahnhöfen mit Alkoholkonsum in Verbindung.
Die derzeitige ÖBB-Hausordnung richtet sich nur gegen übermäßigen Alkoholkonsum. Für ein umfassendes Konsumverbot müsste sie geändert werden. Alkohol dürfte weiterhin in Geschäften gekauft und in Gastronomiebetrieben getrunken werden.
Entscheidung über mögliche Standorte fällt in den kommenden Monaten
Vor einer Umsetzung sollen Gemeinden und Bezirke eingebunden werden, um den räumlichen Geltungsbereich festzulegen. Welche Bahnhöfe tatsächlich einbezogen werden, soll in den kommenden Monaten entschieden werden. Fixe Standorte stehen noch nicht fest.
Der Linzer Vizebürgermeister Martin Hajart von der ÖVP unterstützt die Prüfung. Er verweist auf seit Jahren erhobene Forderungen seiner Partei sowie auf Sorgen um Sicherheit und Sauberkeit rund um den Linzer Hauptbahnhof.
Auch der Welser Sicherheitsreferent und Vizebürgermeister Gerhard Kroiß von der FPÖ begrüßt den Plan. Er verlangt eine konsequente Kontrolle und eine dauerhafte Präsenz der ÖBB Operative Services.
ÖBB prüfen auch weitere stark frequentierte Bahnhöfe
Verkehrsminister Peter Hanke hat die ÖBB mit einer Prüfung beauftragt, ob das bestehende Verbot auf weitere große Bahnhöfe ausgeweitet werden kann. Am Wiener Westbahnhof gilt seit Mai ein Konsumverbot. Dort wurden seit dessen Einführung 171 Anzeigen registriert.
Zur angekündigten Sicherheitsoffensive zählen eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei, Bodycams, eine einheitliche Erfassung von Gewaltvorfällen, zusätzliches Personal an neuralgischen Punkten und Stichschutzwesten im nächsten Jahr.
Rund 1.700 Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter absolvieren jährlich ein ganztägiges Deeskalationstraining. Ab September sind zusätzlich freiwillige Selbstverteidigungskurse vorgesehen.
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