Arbeitslosigkeit in Kärnten im Juli um 1,7 Prozent gestiegen
Mit KI erstellt 15.112 Menschen waren im Juli in Kärnten arbeitslos. Damit fiel der Anstieg gegenüber dem Vorjahr bundesweit am niedrigsten aus.
In Kärnten waren im Juli 15.112 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutete das ein Plus von 249 Personen oder 1,7 Prozent. Unter den Bundesländern war dies der geringste Anstieg, österreichweit betrug er 3,1 Prozent.
Beim Arbeitsmarktservice waren insgesamt 17.674 Personen erfasst, wenn Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer mitgezählt werden. In dieser Gruppe stieg die Zahl um 0,6 Prozent. Bei Frauen nahm die Arbeitslosigkeit um 3,1 Prozent zu, bei Männern um 0,3 Prozent.
Frauen besonders vom Anstieg betroffen
Bei arbeitslosen Frauen unter 25 Jahren kamen 51 Personen hinzu, ein Zuwachs von acht Prozent. In der Gruppe der über 50-Jährigen stieg die Zahl um 112 Personen oder 4,7 Prozent. Auch bei langzeitarbeitslosen Frauen erhöhte sich die Zahl um 68 stärker als bei Männern.
Als mögliche Erklärung verweist das AMS auf die unterschiedliche Entwicklung der Branchen. Bereiche mit vielen weiblichen Beschäftigten, darunter Gesundheit, Reinigung und Büro, entwickelten sich schwächer als traditionell männerdominierte Branchen. In der Gesundheitsbranche nahm die Arbeitslosigkeit um 18,1 Prozent zu, im Holz-Sektor um 10,1 Prozent. In der Metall- und Elektrobranche sank sie hingegen.
Ende Juli waren 6.239 sofort verfügbare Stellen offen. Das waren 838 oder 15,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und der stärkste Zuwachs aller Bundesländer. In Wolfsberg stieg die Zahl offener Stellen um 20,4 Prozent, in Villach um 19,4 Prozent. Gleichzeitig gab es 52 offene Lehrstellen weniger, während 41 Menschen mehr eine Lehrstelle suchten.
Klagenfurt verzeichnete die meisten Arbeitslosen
Die höchsten Arbeitslosenzahlen entfielen auf den Bezirk Klagenfurt mit 5.765 Personen. Danach folgten Villach mit 3.916 und Spittal an der Drau mit 1.426 Arbeitslosen.
Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer verlangt Investitionen in Qualifizierung sowie Unterstützung für Langzeitarbeitslose beim Wiedereinstieg. Er fordert zudem eine engere Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Unternehmen, eine bessere Ausrichtung des Bildungssystems an den Anforderungen der Wirtschaft und eine Offensive für Lehrstellen. Betriebe mit weniger Lehrstellenangeboten sollen gezielt angesprochen, unterstützt und wieder zum Ausbilden bewegt werden.
NEOS-Landessprecher Janos Juvan fordert Entlastungen für Unternehmen und erleichterte Investitionen. Damit sollen nach seiner Einschätzung neue Arbeitsplätze entstehen.
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