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Moosbewachsene Überreste von Schiffswracks ragen aus dem Wasser der Donau bei ArdaggerBild mit KI erstellt

Bei Ardagger sind wegen des niedrigen Donaupegels zwei Kriegsschiffwracks aus dem Zweiten Weltkrieg wieder zu sehen.

Zwei frühere deutsche Artilleriefährprahme befinden sich bei Stromkilometer 2086 und 2088,7 am rechten Donauufer bei Ardagger. Durch Niedrigwasser sind ihre Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg teilweise aus dem Flussbett hervorgetreten. Der anhaltend niedrige Pegel erschwert zugleich die Schifffahrt auf der Donau.

Der Untergang der beiden Schiffe fällt in die letzten Kriegstage im Mai 1945. Nach Darstellung des Hobby-Historikers Rudolf Enengel traf ihre Besatzung damals auf US-Panzer am gegenüberliegenden Ufer, worauf ein Gefecht entstand. Beschuss machte ein Schiff nicht mehr fahrtauglich. Deutsche Truppen ließen es demnach vermutlich selbst sinken, um eine Nutzung durch den Feind zu verhindern.

Niedriger Pegel zieht Schaulustige an

In Abständen von einigen Jahren ragen bei Niedrigwasser größere Teile der Schiffe über die Wasseroberfläche. Derzeit kommen zahlreiche Schaulustige an die Donau. Auch ein Besucher aus Ybbs an der Donau fuhr nach einem Hinweis auf Facebook zu den Wrackteilen.

Frühere Versuche, die beiden Wracks zu bergen, endeten erfolglos. Für die Schifffahrt bleibt ein kleines Restrisiko. Die über Jahrzehnte in das Schotterbett eingesunkenen Reste könnten nur mit großen Ausgrabungen und erheblichem Aufwand geborgen werden.

Bürgermeister Johannes Pressl zufolge geht von zurückgebliebener Munition keine Gefahr aus. Die Schiffe seien schon vor langer Zeit entschärft worden.

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