Interventionelle Radiologie: Ärztekammer schlägt Alarm
Mit KI erstellt Der Leiter des Bereichs am Klinikum Klagenfurt hat gekündigt. Die Ärztekammer fordert, die spezialisierte Versorgung in Kärnten abzusichern.
Die Kärntner Ärztekammer wertet die Kündigung von Oberarzt Luca De Paoli als Warnsignal für die interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt. Als Gründe führt sie unzureichende Rahmenbedingungen und fehlendes Personal an.
De Paoli ist seit 2014 am Klinikum tätig und leitet das Department seit 2024. Vier Ärzte arbeiten derzeit in dem Bereich, dessen Personalsituation durch Krankenstände zusätzlich angespannt ist.
Kündigungsfrist läuft noch sechs Monate
Maximilian Miksch, Sprecher der Kärntner Spitalsärzte, rechnet damit, dass der Betrieb noch sechs Monate in der bisherigen Form weitergeführt werden kann. Wenn sich die Personalsituation bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht verbessert, erwartet er Engpässe.
Die interventionelle Radiologie wird unter anderem bei Schlaganfällen und lebensbedrohlichen Blutungen eingesetzt. Über feine Katheter können Blutungen verschlossen, Stents gesetzt und Engstellen in Blutgefäßen erweitert werden. Solche Eingriffe können große Operationen oft vermeiden und gewinnen auch in der Krebsmedizin an Bedeutung.
KABEG soll spezialisierte Versorgung sichern
Die Ärztekammer fordert die KABEG auf, die langfristige interventionell-radiologische Versorgung in Kärnten abzusichern. Sie sieht die Zukunft des einzigen Departments dieser Spezialisierung im Bundesland wegen des Personalmangels gefährdet. KABEG kündigte für den Tagesverlauf eine Stellungnahme an.
Miksch hält es für nötig, Ärzte auch in anderen Bundesländern anzuwerben. Für bestimmte Therapien könnten Patienten andernfalls in ein Nachbarbundesland transferiert werden müssen.
FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher verlangt eine nachhaltige Sicherung der Abteilung. Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer fordert Gespräche von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner und dem KABEG-Management mit De Paoli sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Köfer verwies auf Personalprobleme, aufgeschobene Operationen und lange Wartezeiten im Spitalsbereich und kündigte eine Landtagsanfrage an.
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