Wirtschaftskammer Kärnten kritisiert Vergnügungssteuer in Moosburg

Die Wirtschaftskammer Kärnten warnt: Zusätzliche Abgaben könnten Veranstaltungen aus Moosburg verdrängen und Ticketpreise erhöhen.
Die Wirtschaftskammer Kärnten sieht die angekündigte Wiedereinführung der Vergnügungssteuer in Moosburg mit großer Sorge. Nach ihrer Einschätzung sind zusätzliche Abgaben in der Konkurrenz der Gemeinden um Veranstaltungen, Gäste und Kaufkraft das falsche Signal. Die Veranstaltungsbranche kämpfe weiterhin mit gestiegenen Kosten für Personal, Energie, Sicherheit und Infrastruktur. Weitere Belastungen könnten ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden und Veranstaltungen an andere Standorte verlagern.
Hannes Dopler, Sprecher des Veranstaltungsbeirats der Wirtschaftskammer Kärnten, erklärte, Veranstalter schafften Erlebnisse, brächten Menschen zusammen und sorgten über die Veranstaltungen hinaus für Wertschöpfung. Sie füllten Hotels, Gastronomiebetriebe und den Handel mit Leben. Eine zusätzliche Besteuerung belaste nicht nur Veranstalter, sondern schwäche den gesamten Wirtschaftsstandort, so Dopler.
Die Kosten für Veranstaltungen seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, sagte Dopler. Zusätzliche kommunale Abgaben verschärften den Druck und machten Kärnten im Wettbewerb mit anderen Standorten unattraktiver. Am Ende zahlten Besucher:innen höhere Ticketpreise, Veranstaltungen fänden nicht mehr statt oder wanderten in Gemeinden ab, die auf eine solche Steuer verzichteten.
Die Wirtschaftskammer Kärnten spricht sich weiterhin für die Abschaffung oder Nicht-Einhebung der Vergnügungssteuer aus. Ziel müsse es sein, Veranstalter zu entlasten. Nach Darstellung der Wirtschaftskammer kommt jeder in Veranstaltungen investierte Euro in Form von Nächtigungen, Gastronomieumsätzen, regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung vielfach zurück.
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