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Kärnten finanziert ein Waldbrandfahrzeug mit 580.000 Euro vollständig selbst. Das Spezialfahrzeug soll Anfang 2027 ausgeliefert werden.

Das Land Kärnten hat im Rahmen der KAT-Strategie 2026 die Beschaffung eines eigenen Waldbrandfahrzeugs beschlossen. Das Investitionsvolumen beträgt 580.000 Euro und wird vollständig vom Land Kärnten finanziert.

Das Spezialfahrzeug ist für nationale und internationale Waldbrandeinsätze vorgesehen und soll Anfang 2027 ausgeliefert werden. Für die Waldbrandstrategie 2026 sind insgesamt rund 870.000 Euro für Ausrüstung, Spezialfahrzeuge und Flugunterstützungsausrüstung vorgesehen. Die Umsetzung soll gemeinsam mit dem Waldfonds und der Landesforstbehörde erfolgen.

Land investierte seit 2021 rund 620.000 Euro in die Waldbrandbekämpfung

Seit 2021 hat das Land Kärnten rund 620.000 Euro in die Waldbrandbekämpfung investiert, davon rund 250.000 Euro in die Waldbrandübungsanlage in Klagenfurt. Angeschafft wurden Waldbrandcontainer, Waldbrandrucksäcke und Rückenspritzen, außerdem wurden Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen finanziert. Rund 80 Prozent der Kosten werden über Fördermittel des Bundes aus dem Waldfonds getragen, 20 Prozent übernimmt der KLFV.

Das MZFA Unterbergen als Waldbrandunterstützungselement Ost stellte der KLFV der Feuerwehr Unterferlach zur Verfügung. Die Kosten betrugen rund 170.000 Euro. Seit 2023 flossen zudem rund 80.000 Euro in den Flugdienst, unter anderem in Ausrüstungsgegenstände sowie persönliche Schutz- und flugtaugliche Einsatzausrüstung.

Waldbrandübungsanlage in Klagenfurt bildet Feuerwehrmitglieder aus

Die seit 2023 bestehende Waldbrandübungsanlage in Klagenfurt ermöglicht praxisnahe Schulungen für Feuerwehrmitglieder und Führungskräfte und wird auch für internationale Ausbildungs- und Austauschprogramme genutzt. Rund 1.000 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden nutzten die Anlage im Zuge der Gruppenkommandantenausbildung. An den Ausbildungsmaßnahmen beteiligten sich auch rund 25 internationale Expertinnen und Experten im Projekt Wildfire sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landes- und Bezirksforstbehörden.

Boden-, Vegetations- und Waldbrandbekämpfung ist seit einigen Jahren Bestandteil der Basisausbildung der Kärntner Feuerwehren. Jährlich erlernen rund 800 bis 900 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden in der Truppführerausbildung den Umgang mit den Anforderungen der Waldbrandbekämpfung und dem notwendigen Equipment. Führungskräfte werden stufenweise weitergebildet, wobei taktische Entscheidungen und die Waldbrandprognose im Mittelpunkt stehen. Beim Großeinsatz im Lesachtal konnte nach 24 Tagen endgültig „Brand aus“ gegeben werden, rund 2.000 Feuerwehrleute waren beteiligt.

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