Katastrophenschutzzentrum in Radenthein: Spatenstich für KAT-Lager

In Radenthein entsteht ein neues Katastrophenschutzlager für den Bezirk Spittal. Das Land Kärnten stellt für Infrastruktur und Gerätschaften 2,6 Millionen Euro bereit.
In Radenthein entsteht ein neues Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum für Oberkärnten. Das Katastrophenschutzlager für den Bezirk Spittal wird direkt neben dem Kommunalen Einsatzzentrum errichtet. Das Land Kärnten stellt eine Million Euro für die Infrastruktur und weitere 1,6 Millionen Euro für Gerätschaften bereit.
Den Spatenstich nahm Landeshauptmann Daniel Fellner gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr, der Stadtgemeinde und des Bezirks vor. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 vorgesehen.
Halle mit rund 240 Quadratmetern
Die neue Halle wird laut Bürgermeister Armin Egger rund 240 Quadratmeter groß und optisch an das Kommunale Einsatzzentrum angepasst. Die Stadtgemeinde Radenthein stellt das Grundstück kostenlos zur Verfügung und übernimmt die Abwicklung des Projekts.
Im neuen Lager werden unter anderem Pumpen, Werkzeuge, ein Teleskoplader, ein Wechsellader für den Transport von Abrollbehältern und mobile Hochwasserschutzelemente untergebracht.
Das benachbarte Kommunale Einsatzzentrum wurde im April 2026 eröffnet. Dort sind Feuerwehr, Bergrettung, Bauhof und ein interkommunales Altstoffsammelzentrum an einem Standort gebündelt.
Gerätschaften sollen rasch verfügbar sein
Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin verwies auf die Bedeutung einer schnellen Verfügbarkeit der benötigten Ausrüstung bei überörtlichen Einsätzen. In Kärnten stehen dafür unter anderem fünf KAT-Züge zur Verfügung.
Laut dem früheren Radentheiner Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Michael Maier liegt das neue Lager strategisch günstig. Von Radenthein aus sind über Bad Kleinkirchheim das Gurktal sowie das Gegendtal, Lieser- und Maltatal und weitere Teile Oberkärntens erreichbar.
Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober verwies auf zahlreiche Ereignisse, von denen der Bezirk Spittal seit 2018 betroffen war. Bezirkshauptmann Markus Lerch sieht das neue Zentrum als Maßnahme zum Schutz der Infrastruktur und der Bevölkerung.
Die Stützpunktfeuerwehr Radenthein bereitet sich laut Gemeindefeuerwehrkommandant Hannes Daborer bereits mit entsprechenden Detailausbildungen auf ihre Aufgaben vor.


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