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Historisches Schloss mit runder Turm und moderner Freilichtbühne mit großer brauner Wand im Vordergrund.Bild mit KI erstellt

Die Theatergruppe Gailtal eröffnet am Freitag um 20.30 Uhr vor Schloss Möderndorf die Aufführungen von „Paolo Santonino“.

Vor Schloss Möderndorf hebt sich am Freitag, 7. August, um 20.30 Uhr der Vorhang für „Paolo Santonino“. Die Theatergruppe Gailtal spielt das Werk von Engelbert Obernosterer unter der Leitung von Werner Wölbitsch. Eine zweite Vorstellung ist für Samstag, 8. August, ebenfalls um 20.30 Uhr angesetzt.

Ausgangspunkt des Schauspiels sind die Notizen Paolo Santoninos. Er reiste 1485 als weltlicher Begleiter des Bischofs Pietro von Caorle von Aquileia in das Gail- und Drautal, um Kirchen nach Verwüstungen wieder zu weihen, Firmungen vorzunehmen und Geistliche zu besuchen. Das Stück zeichnet die Gesellschaft am Ende des Mittelalters nach und greift Macht, Abhängigkeit sowie Gewalt gegen Menschen, besonders gegen Frauen, auf. Obernosterer beschreibt seinen Ansatz als Versuch, die prägenden Züge dieser Umbruchszeit in einer möglichen dramatischen Geschichte darzustellen.

Michael „Buzgi“ Buchacher spielt Paolo Santonino

Michael „Buzgi“ Buchacher übernimmt die Rolle des Paolo Santonino, Bernd Herta verkörpert Bischof Pietro Carlo. Tina Pugelj steht als Gräfin Paola von Mantua auf der Bühne, Erhard Obernosterer als Graf Leonhard von Görz. Zum Ensemble gehören außerdem Elisabeth Bachmann, Sabrina Schrettlinger, Maria Jury, Günther Schreibmajer, Oswald Jury, Herbert Waldner, Hans Peter Kreuzberger, Alexandra Schellander, Bettina Ambra, Matteo Obernosterer, Mayleen Waldner, Lissi Mosser, Peter Wiedner, Jürgen Ereiz, Alois Maier, Tobias Schrettlinger, Lisa Bachmann und Bernd Bachmann.

Hinter den Kulissen baut Heinz Oberauner Bühnenbild und Tischlerarbeiten. Georg Kury verantwortet das Licht, Jessica Weinberger die Maske. Hubert Waldner betreut die Musiktechnik und schrieb eine Komposition für den Beginn, während Günther Pernul den Transport organisiert.

Für Wölbitsch knüpft die Inszenierung an eine frühere Aufführung an: 2004 spielte er Graf Leonhard von Görz am Wieserberg oberhalb von Dellach im Gailtal. „Paolo Santonino“ war Obernosterers erster Dramentext. Die aktuellen Aufführungen stehen auch im Zeichen seines 90. Geburtstags.

Schloss Möderndorf kam 2000 zu Hermagor

Das Schloss am rechten Gailufer bei Hermagor erhielt ungefähr zur Mitte des 16. Jahrhunderts seine heutige Gestalt und verbindet mehrere Baustile. Georg Essl II. kaufte das Gebäude 1982 und überließ es dem Förderungsverein für die Errichtung des Heimatmuseums. Die Familie Essl schenkte das Schloss im Jahr 2000 der Stadtgemeinde Hermagor. Das Museum wird weiterhin vom Förderungsverein geführt.

Bei der Generalprobe fiel zunächst Regen, ehe die Vorstellung unter freiem Himmel beginnen konnte. Karten gibt es über santonino.at sowie in den Raiffeisenbanken in Hermagor und Kötschach.

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