Russische Militärflugzeuge in KADIZ: Südkorea schickt Kampfjets
Bild mit KI erstellt Südkorea schickte Kampfjets in die KADIZ, nachdem russische Militärflugzeuge dort eingedrungen waren. Der Luftraum blieb unverletzt.
Mehrere russische Militärflugzeuge hielten sich am Dienstagnachmittag kurz in der südkoreanischen Luftverteidigungszone KADIZ über den östlichen Gewässern auf. Das südkoreanische Militär hatte die Maschinen bereits vor dem Einflug erkannt und Kampfjets für mögliche Zwischenfälle eingesetzt.
Der Bereich lag nahe der Inselgruppe Dokdo und bei Ulleung Island. Die russischen Flugzeuge verließen die KADIZ anschließend wieder.
Südkorea meldet keine Verletzung seines Luftraums
Der südkoreanische Luftraum blieb bei dem Vorfall nach Militärangaben unberührt. Die KADIZ gehört nicht zum Hoheitsluftraum. In dieser Zone sollen fremde Flugzeuge ihre Identität angeben, um unbeabsichtigte Zusammenstöße zu vermeiden. Eine rechtliche Verpflichtung dazu besteht nicht.
Ende Juni waren bereits mehr als zehn chinesische und russische Militärflugzeuge in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Seoul schickte damals ebenfalls Kampfjets, protestierte bei China und Russland und verlangte Maßnahmen gegen eine Wiederholung.
Spannungen zwischen Seoul und Moskau haben zugenommen
China erklärte den damaligen Flug als strategische Luftpatrouille über dem Japanischen Meer, dem Ostchinesischen Meer und dem westlichen Pazifik. Russland ordnete ihn der regulären militärischen Zusammenarbeit zu und erklärte, die Patrouille richte sich nicht gegen Drittstaaten.
Russland und China sind traditionelle Verbündete Nordkoreas. Südkorea und Nordkorea befinden sich seit dem Ende des Koreakriegs 1953 offiziell weiter im Kriegszustand.
Die Beziehungen zwischen Südkorea und Russland haben sich verschlechtert, seit Seoul westliche Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unterstützt und Moskau seine Beziehungen zu Pjöngjang ausgebaut hat.
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