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Zwei Masern-Tote in Pennsylvania erstmals seit 35 JahrenBild mit KI erstellt

Zwei ungeimpfte Bewohner des Lancaster County sind an Masern gestorben. Pennsylvania verzeichnet damit die ersten Todesfälle seit 35 Jahren.

Bei den zwei Menschen, die in Pennsylvania an Masern gestorben sind, handelt es sich um ungeimpfte Bewohner des Lancaster County. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaats bestätigte die beiden Todesfälle.

Pennsylvania hatte zuvor seit 35 Jahren keinen masernbedingten Todesfall verzeichnet. Im Jahr 2026 registrierte die Behörde bisher 393 bestätigte Infektionen in 28 Countys.

Gesundheitsamt nennt Schutz durch zwei MMR-Dosen

Gesundheitsministerin Debra Bogen sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Sie verwies darauf, dass Masern im Bundesstaat über mehr als drei Jahrzehnte weitgehend zurückgedrängt gewesen seien und viele Menschen die mögliche Schwere der Erkrankung nicht ausreichend kennten.

Die MMR-Impfung schützt nach Angaben des Gesundheitsministeriums nach zwei Dosen zu 97 Prozent lebenslang vor Masern. MMR steht für Masern, Mumps und Röteln.

Masern sind hochansteckend und können unter anderem Lungenentzündungen sowie Hirnschwellungen auslösen. Nahezu 20 Prozent der Erkrankten müssen laut Gesundheitsministerium ins Spital, auf 1.000 Fälle kommen ein bis drei Todesfälle.

Infizierte können das Virus beim Atmen, Husten oder Niesen weitergeben. In der Luft und auf Oberflächen bleibt es bis zu zwei Stunden infektiös. Frühe Anzeichen sind Fieber, Husten, Schnupfen sowie gerötete und tränende Augen. Der Ausschlag beginnt einige Tage später am Kopf und breitet sich nach unten aus. Nach einem möglichen Kontakt oder bei Beschwerden soll frühzeitig ärztliche Hilfe eingeholt werden. Das Gesundheitsministerium verweist auf die kostenlose Hotline 877-PA-HEALTH (877-724-3258).

Fallzahlen steigen in den USA

Bis Ende Juli wurden in den USA mehr als 2.300 Masernfälle gezählt, damit mehr als im gesamten Jahr 2025. Im Vorjahr starben nach Maserninfektionen zwei Kinder in Texas und ein Mann in New Mexico.

Nach Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC ist die Impfquote über Jahre gesunken. Vor zehn Jahren waren bei Vorschulkindern 94,7 Prozent gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft, das waren 2,3 Prozentpunkte mehr als heute. Andrew Racine, Präsident der American Academy of Pediatrics, erklärte, für Gemeinschaftsschutz müssten mehr als 95 Prozent der empfänglichen Menschen immunisiert sein.

Die CDC untersteht Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der Impfungen skeptisch gegenübersteht. US-Präsident Donald Trump verfügte kürzlich, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu verringern, und fordert getrennte Arzttermine für Kombi-Impfungen. Die Weltgesundheitsorganisation bewertete diese Anordnung als nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft.

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