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Sanierungsverfahren für Schaffer-Sägewerk in EppensteinBild mit KI erstellt

Das Landesgericht Leoben hat das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Betroffen sind 69 Beschäftigte und rund 100 Gläubiger.

Über das SCHAFFER SÄGEWERK-HOLZEXPORT GmbH wurde am 31. August 2026 am Landesgericht Leoben ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen kann seine laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen.

Vom Verfahren sind 69 Beschäftigte betroffen, darunter 1 Lehrling und 6 Ferialarbeiter, sowie rund 100 Gläubiger. Den Passiva von rund 29,3 Millionen Euro stehen nach KSV1870 Aktiva von rund 4,5 Millionen Euro zu Liquidationswerten gegenüber. Der AKV hält eine Abwertung der Aktiva von rund 34,5 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro für überprüfungsbedürftig.

Probleme mit neuer Anlage belasteten den Betrieb

Nach Angaben des Unternehmens bereitete die Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage erhebliche technische Schwierigkeiten. Über längere Zeit erreichte die Anlage weder die erforderliche Verfügbarkeit noch die notwendige Maßhaltigkeit in der Produktion. Viele dieser Probleme sind inzwischen weitgehend behoben, zuvor kam es jedoch zu Kundenreklamationen und teilweise zu Vertrauensverlust bei Geschäftspartnern.

Als weitere Belastungen gelten die angespannte Lage in den Kerngeschäftsfeldern, hohe Rundholzpreise trotz Absatzproblemen, globale wirtschaftliche Unsicherheit und die Folgen des anhaltenden Iran-Konflikts für die Absatzmärkte. Finanzierende Stellen stellten zudem Kredite fällig.

Der Betrieb wurde 1914 gegründet und wird in der vierten Generation geführt. Die Gesellschaft betreibt in Eppenstein ein Sägewerk mit einer durchschnittlichen Verschnittmenge von rund 100.000 Festmetern sowie Holzhandel und Holzexport. Geschäftsführer ist Markus Schaffer. Anteile halten die SCHAFFER Privatstiftung mit 74,9 Prozent und die SMRH Handels GmbH mit 25,1 Prozent.

Fortführung und Investorensuche sind vorgesehen

Für Insolvenzgläubiger ist eine Quote von 30 Prozent vorgesehen, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans. Das Unternehmen soll fortgeführt werden und verfügt weiterhin über einen hohen Auftragsbestand. Vorgesehen sind Reorganisationsmaßnahmen, darunter die befristete Umstellung vom Zwei-Schichtbetrieb auf einen Einschichtbetrieb sowie die Suche nach einem Investor.

Zum Sanierungsverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Gernot Prattes bestellt. Er prüft, ob die Weiterführung den Interessen der Gläubiger entspricht und der Sanierungsplan erfüllt werden kann. Forderungen können bis 28. Oktober 2026 angemeldet werden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für 11. November 2026 um 09:30 Uhr angesetzt, die Sanierungsplantagsatzung für 25. November 2026 um 09:30 Uhr.

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