Schifffahrtsverbot auf Ötztaler Ache wegen Keimzahlen
Bild mit KI erstellt Ein Schifffahrtsverbot auf der Ötztaler Ache untersagt bis auf Weiteres Rafting und Kanufahren. Erste Proben deuten auf erhöhte Keimzahlen hin.
Erste Teilergebnisse zusätzlicher mikrobiologischer Untersuchungen deuten auf eine erhöhte bakterielle Belastung in der Ötztaler Ache hin. Die endgültigen Laborergebnisse liegen noch nicht vor. Die Bezirkshauptmannschaft Imst ordnete vorsorglich ein Schifffahrtsverbot an, um mögliche gesundheitliche Auswirkungen auszuschließen.
Das Verbot gilt von der Brandachbrücke talauswärts bis zur Mündung der Ache und umfasst insbesondere Rafting und Kanufahren. Es gilt bis auf Weiteres.
Baden und Wassersport können die Gesundheit beeinträchtigen
Nach den vorliegenden Teilergebnissen könnten Baden und Wassersport in der Ache die Gesundheit beeinträchtigen. Dies gilt besonders für Kinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen und Schwangere. Auch Hunde und andere Haustiere sollen nicht ins Gewässer gelassen werden oder daraus trinken. Nach Kontakt mit dem Wasser wird eine gründliche Reinigung der betroffenen Körperregionen und Kleidung sowie Händewaschen mit Seife empfohlen.
Eine Mure traf Ende Juli die Kläranlage in Sölden. Rund 100.000 Kubikmeter Schlamm und Geröll verlegten die Anlage. Seither wird Abwasser im Gemeindegebiet von Sölden provisorisch in die Ötztaler Ache eingeleitet.
Auswirkungen auf das Trinkwasser der Region sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Das Land Tirol setzt das wöchentliche Gewässermonitoring an vier Stellen oberhalb und unterhalb der Kläranlage Sölden sowie zusätzlich am Inn fort. Bei weiteren Parametern ergaben die Untersuchungen bisher keine gewässerökologischen Auffälligkeiten.
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