WK Tirol bezeichnet Lehrlingsstrafabgabe als realitätsfern
Bild mit KI erstellt Die WK Tirol sieht in der vorgeschlagenen Abgabe neue Bürokratie und Kosten und fordert bessere Ausbildungsbedingungen.
Die Wirtschaftskammer Tirol bezeichnet den Vorschlag einer Lehrlingsstrafabgabe als realitätsfern. Die Gewerkschaft will Betriebe zur Kasse bitten, die aus ihrer Sicht Lehrlinge ausbilden könnten, dies aber nicht tun.
Ob und in welchem Umfang ein Betrieb ausbilden kann, hängt nach Darstellung der Wirtschaftskammer von Branche, Betriebsgröße, Ausbildungskapazitäten und der Verfügbarkeit geeigneter Bewerberinnen und Bewerber ab.
WK-Präsidentin Barbara Thaler bezeichnete ein neues Strafmodell als Symbolpolitik. Eine Strafabgabe schaffe ihrer Aussage nach vor allem neue Bürokratie und neue Kosten. Fachkräfte entstünden nicht durch Strafzettel, sondern durch gute Ausbildungsbedingungen.
Die Fachberufslehre wird zu einem wesentlichen Teil von Ausbildungsbetrieben getragen. Sie investieren Zeit, Personal und Geld in die Fachkräfte von morgen und müssen dafür geeignete Bewerberinnen und Bewerber gewinnen können. Die Wirtschaftskammer fordert bessere Rahmenbedingungen, eine frühere Berufsorientierung und eine weitere Aufwertung der beruflichen Bildung.
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