Bundesregierung plant Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung für Herbst
Ab Herbst soll ein Schutzbrief gefährdete Personen über das FGM-Verbot in Österreich informieren und Familien bei Reisen in Herkunftsländer unterstützen.
Die Bundesregierung plant für Herbst einen Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung für gefährdete Personen. Eine Sprecherin des Familienministeriums bestätigte den vorgesehenen Termin.
Das Vorhaben ist im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen verankert.
Das Dokument soll sich an internationalen Vorbildern orientieren und wie ein amtlicher Ausweis gestaltet sein. Es soll erklären, dass FGM in Österreich verboten ist und mit hohen Strafen geahndet wird.
Projektleiterin Hilde Wolf nannte Familien als Beispiel, die nach Ägypten reisen und dort von Großeltern oder Tanten unter Druck gesetzt werden. Der Schutzbrief soll ihnen in einer solchen Situation helfen.
Das Kanzleramt schätzt die Zahl der in Österreich Betroffenen auf 11.000. Bis zu 3.000 Mädchen gelten als gefährdet.
Für den Zeitraum von 2020 bis 2025 ist ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren zu FGM bekannt. Die Zahl geht aus einer Anfragebeantwortung von Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) an die FPÖ hervor.
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