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Studie deutet auf Jagd weiblicher Mammuts hinBild mit KI erstellt

Die Analyse von 521 Wollhaarmammuts deutet auf eine Bevorzugung weiblicher Tiere bei der Jagd hin.

Eine internationale DNA-Studie mit österreichischer Beteiligung liefert Hinweise darauf, dass Menschen im Jungpaläolithikum bei der Mammutjagd eher Weibchen auswählten. Untersucht wurden 521 Wollhaarmammuts aus Europa, Asien und Nordamerika. Dem Forschungsteam gehörten Fachleute des Österreichischen Archäologischen Instituts der ÖAW und des Naturhistorischen Museums Wien an.

Zwischen etwa 45.000 und 12.000 Jahren vor heute waren Mammuts für Menschen eine wichtige Ressource. Fleisch und Fett dienten als Nahrung, aus Elfenbein entstanden Werkzeuge und Schmuck, Skelettteile wurden für kreisförmige Unterstände genutzt.

DNA-Analyse zeigt auffällige Geschlechterverteilung

Die Forschenden ordneten 421 Überreste verstreuten Fundorten in überwiegend natürlichen Umgebungen zu, was auf einen natürlichen Tod der Tiere hindeutet. Weitere 100 Knochen stammten von elf größeren Ansammlungen in Europa, Asien und Nordamerika, an denen sich zahlreiche Spuren menschlicher Aktivität fanden. Diese Mammuts gelten deshalb als wahrscheinlich von Menschen gejagt.

In den elf menschlich geprägten Knochenansammlungen waren 70 Prozent der erfassten Tiere weiblich. Bei den verstreut gefundenen Mammuts entfielen dagegen 66,5 Prozent auf männliche Individuen.

In die Untersuchung floss auch die Fundstelle Langmannersdorf in Niederösterreich ein. Dort analysierte das Team Knochen von zehn Mammuts aus Grabungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts, sieben Tiere waren weiblich. Am Fundplatz sind Überreste von zumindest mehreren Dutzend Mammuts belegt, bei jüngeren Untersuchungen wurden bisher über ein Dutzend weitere Individuen nachgewiesen.

Fundstelle Langmannersdorf weist menschliche Verarbeitung auf

Steinwerkzeuge, Holzkohle, gebrannte Knochen sowie Schlag- und Schnittspuren kennzeichnen Langmannersdorf als menschlich geprägten Fundplatz. Dass Fußknochen dort kaum vorkommen, spricht nach Einschätzung der Forschenden für eine von Menschen vorgenommene Auswahl. Die Tiere dürften außerhalb des untersuchten Bereichs getötet, zunächst zerlegt und später an der Fundstelle weiterverarbeitet worden sein.

Als mögliche Erklärung für den hohen Weibchenanteil nennen die Forschenden die Sozialstruktur der Wollhaarmammuts. Weibchen könnten mit Jungtieren in Herden gelebt haben, während ausgewachsene Männchen eher einzeln unterwegs waren. Herden wären damit leichter auffindbar und in ihren Bewegungen besser vorhersehbar gewesen, Weibchen mit Nachwuchs möglicherweise weniger mobil. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal „Current Biology“. Weitere Untersuchungen sollen durch Geschlechts- und Altersbestimmungen sowie Isotopenanalysen an Zähnen Aufschluss über Herdenstrukturen, Wanderungen und deren jahreszeitlichen Verlauf geben.

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