Tirol fördert traditionelle Handwerksbetriebe mit bis zu 30 Prozent Zuschuss
Bild mit KI erstellt Kleinstunternehmen in Tirol erhalten für Investitionen bis zu 30 Prozent der förderbaren Kosten. Bei Übernahmen sind bis zu 20.000 Euro möglich.
Das Land Tirol unterstützt traditionelle Handwerksbetriebe seit rund zwei Jahren mit der Förderaktion „Altes Handwerk“. Nach Angaben von Wirtschaftslandesrat Mario Gerber soll sie Know-how erhalten und den Betrieben eine wirtschaftliche Perspektive geben.
Seither wurden 38 Betriebe mit insgesamt rund 402.000 Euro gefördert. 33 Betriebe erhielten eine Investitionsförderung. Zwei von ihnen bekamen zusätzlich jeweils 20.000 Euro Übernahmebonus, fünf weitere Betriebe jeweils 20.000 Euro im Zuge einer Betriebsübernahme.
Förderung umfasst Investitionen und Betriebsübernahmen
Die Aktion richtet sich an Kleinstunternehmen mit Standort in Tirol, die traditionelle handwerkliche Tätigkeiten ausüben. Förderbar sind unmittelbar dafür erforderliche Investitionen in Betriebsgebäude, Einrichtungen, Maschinen und Ausrüstung. Die Förderung beträgt bis zu 30 Prozent der förderbaren Kosten zwischen 5.000 und 50.000 Euro.
Für die Übernahme eines bestehenden Handwerksbetriebs kann zusätzlich ein Bonus von bis zu 20.000 Euro gewährt werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Betrieb nach der Übernahme mindestens fünf Jahre weitergeführt wird.
Zu den 38 bereits geförderten Kleinstbetrieben zählt die Mürnseer Musikinstrumentenbau KG in Kirchdorf in Tirol im Bezirk Kitzbühel. Der ausgebildete Streich- und Saiteninstrumentenbauer Helmut Unger-Oberhauser, der seit 2006 im Unternehmen arbeitet, übernahm es im Jänner 2025 von Gabriele Mürnseer und führt es seither fort.
Das Familienunternehmen stellt seit 1956 Harfen, Zithern und Hackbretter her. Sein Tätigkeitsfeld umfasst Instrumentenbau, Restaurierungen, Service, jährliche Wartungen und Reparaturen. Zudem stellt es Leihinstrumente zur Verfügung. Informationen und das Antragsformular sind unter www.tirol.gv.at/alteshandwerk abrufbar.
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