USA und Japan bestätigen koordinierte Yen-Intervention
Mit KI erstellt Nach der bestätigten Intervention fiel der Dollar auf 156,34 Yen. Japan kaufte Yen in Abstimmung mit dem US-Finanzministerium.
Nach der Bestätigung einer gemeinsamen Intervention der USA und Japans gab der US-Dollar am Montag gegenüber dem Yen deutlich nach. Nach der offiziellen Mitteilung lag er am frühen Montag bei 156,34 Yen und damit rund ein Prozent niedriger. An den Märkten wird mit weiteren Eingriffen gerechnet.
Vor Ende der vergangenen Woche hatte der Dollar noch mehr als 163 Yen gekostet und damit den höchsten Stand seit 40 Jahren erreicht. Nachdem ein Eingreifen der Behörden vermutet worden war, fiel der Kurs unter 160 Yen.
Japan kaufte Yen gemeinsam mit dem US-Finanzministerium
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, ihr Ministerium habe Yen gekauft und dabei mit dem US-Finanzministerium zusammengearbeitet. Die Maßnahme richte sich gegen starke Schwankungen und ungeordnete Bewegungen des Yen in den vergangenen Monaten.
Die geringe Stärke des Yen belastet Japan, weil das Land einen großen Teil seines Konsums importiert. Eine schwache Währung verteuert diese Einfuhren und erhöht den Inflationsdruck. Frühere Versuche in diesem Jahr, den Yen gegenüber dem Dollar aufzuwerten, hatten den Wechselkurs kaum verändert.
US-Präsident Donald Trump begründete die Unterstützung mit den Beziehungen zu Japan und verwies auf einen finanziellen Nutzen für die USA. Er bezeichnete den Schritt als Zeichen der Freundschaft und als positiv für die Weltwirtschaft, erwähnte dabei aber auch Pearl Harbor als Ausnahme in den Beziehungen beider Länder.
Eine vergleichbare große Intervention von Regierungen hatte es nach dem Erdbeben und Tsunami im Nordosten Japans 2011 gegeben. Ein schwächerer Dollar kann Waren aus den USA für Käufer in Yen günstiger machen und US-Exporte nach Japan fördern. Der Ökonom Newman sprach von einer seltenen Übereinstimmung der Interessen beider Staaten.
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