Wasserknappheit auf Alpenvereinshütten nimmt zu
Bild mit KI erstellt Wegen der anhaltenden Trockenheit wird auf mehreren Alpenvereinshütten das Wasser knapp. Einzelne Hütten könnten ihre Saison vorzeitig beenden.
Die anhaltende Trockenheit führt auf zahlreichen Schutzhütten des Österreichischen Alpenvereins zu Wasserknappheit. Fehlende Niederschläge, versiegende Quellen und eine heuer geringe Schneeschmelze erschweren die Wasserversorgung. Betroffen sind vor allem hochgelegene Hütten sowie Standorte im Karst.
Zu den derzeit betroffenen Hütten zählen unter anderem die Voisthaler-Hütte in der Hochschwabgruppe, die Pühringer-Hütte und das Priel-Schutzhaus im Toten Gebirge, die Porze-Hütte am Karnischen Hauptkamm sowie das Freschen-Haus im Bregenzerwaldgebirge.
Alpenverein setzt auf Wassersparmaßnahmen
Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, setzen die Hütten verschiedene Maßnahmen um. Dazu gehören eingeschränkte Duschmöglichkeiten, kostenpflichtige Duschmarken, begrenzte Duschzeiten oder die vorübergehende Sperre von Waschräumen. Außerdem kommen verstärkt Trockentoiletten und wassersparende Armaturen zum Einsatz. Zusätzlich werden Wasserspeicher ausgebaut, vorhandene Quellen besser genutzt und weitere Möglichkeiten zur Regenwassernutzung geprüft.
Der Österreichische Alpenverein ruft Hüttengäste dazu auf, sparsam mit Wasser umzugehen. Schon kleine Maßnahmen wie eine kurze Katzenwäsche statt einer Dusche oder das Abstellen des Wassers beim Zähneputzen und Einseifen können den Verbrauch senken.
Saisonende einzelner Hütten nicht ausgeschlossen
Noch musste in dieser Saison keine Alpenvereinshütte wegen Wassermangels vorzeitig schließen. Sollte die Trockenheit im August jedoch anhalten, könne ein früheres Saisonende einzelner Hütten laut Alpenverein nicht ausgeschlossen werden.
Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein, verweist darauf, dass viele Hütten seit Jahren mit sinkenden Wassermengen zu kämpfen hätten. Als Ursache nennt er die Klimakrise, deren Auswirkungen den alpinen Raum besonders stark treffen würden. Da die technischen und finanziellen Möglichkeiten zur Erschließung zusätzlicher Wasserressourcen auf vielen Hütten weitgehend ausgeschöpft seien, könnten manche Schutzhütten künftig nur noch in einfacherer Form betrieben werden.
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