WiFi4EU: Kostenloses WLAN an 93.000 Hotspots
Bild mit KI erstellt WiFi4EU bietet kostenloses WLAN an mehr als 93.000 Hotspots in Europa. So funktioniert die EU-Initiative und so lassen sich Standorte finden.
Die EU-Initiative WiFi4EU ermöglicht an zahlreichen öffentlichen Orten in Europa einen kostenlosen Zugang zum Internet. Mittlerweile stehen mehr als 93.000 WLAN-Hotspots in über 7.200 Gemeinden zur Verfügung. Die Zugangspunkte befinden sich unter anderem auf öffentlichen Plätzen, in Parks, Bibliotheken, Gemeindegebäuden, Gesundheitszentren oder Museen.
Gemeinden erhielten jeweils 15.000 Euro
Hinter WiFi4EU steht die Europäische Kommission. Zwischen 2018 und 2020 wurden vier Förderrunden durchgeführt. Gemeinden konnten dabei einen Gutschein im Wert von 15.000 Euro erhalten und damit neue öffentliche WLAN-Zugänge errichten.
Mit der Förderung wurden vor allem die benötigte technische Ausstattung sowie die Installation finanziert. Für den Internetanschluss, den laufenden Betrieb und die Wartung waren anschließend die jeweiligen Gemeinden verantwortlich. Voraussetzung war unter anderem, dass die geförderten Zugangspunkte nicht einfach ein bereits vorhandenes kostenloses WLAN-Angebot ersetzen.
Kostenlos und ohne Werbung
Das Grundprinzip von WiFi4EU ist einfach: Bewohner und Besucher sollen an zentralen öffentlichen Orten ohne zusätzliche Kosten auf das Internet zugreifen können. Der Zugang darf dabei nicht von einer Bezahlung abhängig gemacht werden. Auch kommerzielle Werbung oder die Verwendung persönlicher Daten als Gegenleistung für den Internetzugang sind bei den geförderten Netzen nicht vorgesehen.
Wer sich in der Nähe eines entsprechenden Hotspots befindet, erkennt das Netzwerk in der Regel am einheitlichen Namen „WiFi4EU“.
Eigene App zeigt Hotspots in der Umgebung
Inzwischen gibt es außerdem eine eigene WiFi4EU-App für iOS und Android. Über eine Karte können Nutzer nach verfügbaren Zugangspunkten in ihrer Umgebung suchen. Alternativ lässt sich gezielt nach Gemeinden suchen, in denen bereits ein entsprechendes Netzwerk eingerichtet wurde.
Nach Angaben der zuständigen EU-Agentur kommt die App selbst ohne Werbung aus und verfolgt die Nutzer nicht. Persönliche Daten sollen bei der Nutzung der Anwendung ebenfalls nicht gespeichert werden.
Für die technischen Sicherheitseinstellungen der einzelnen WLAN-Netze sind allerdings die jeweiligen Gemeinden verantwortlich.
Auch Österreich beteiligte sich an WiFi4EU
Auch zahlreiche österreichische Gemeinden nahmen an der Initiative teil. Österreich gehörte zudem zu den ersten Ländern, in denen die Förderung tatsächlich umgesetzt wurde: Die burgenländische Gemeinde Wiesfleck war 2019 die erste Gemeinde, bei der die Auszahlung für ein fertiggestelltes WiFi4EU-Netz erfolgte.
Aus dem ursprünglich zeitlich begrenzten Förderprogramm ist damit ein europaweites Netz aus zehntausenden öffentlichen WLAN-Zugangspunkten entstanden. Vor allem für Reisende, Touristen und Menschen ohne ausreichendes mobiles Datenvolumen kann WiFi4EU eine einfache Möglichkeit sein, an öffentlichen Orten kostenlos ins Internet zu gelangen.
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