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Arbeitslosenquote in Tirol steigt auf 3,5 ProzentBild mit KI erstellt

Tirol verzeichnet im August eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent, den niedrigsten Wert aller Bundesländer. Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit stieg deutlich.

Tirols Arbeitslosenquote erreichte im August 3,5 Prozent und lag damit österreichweit am niedrigsten. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutete das einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte.

Mit 31. August waren 13.347 Personen beim AMS Tirol als arbeitslos vorgemerkt. Das waren 446 Menschen oder 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 55,8 Prozent der vorgemerkten Arbeitslosen waren weniger als drei Monate arbeitslos.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit nahm deutlich zu

Bei Frauen stieg die Zahl der Arbeitslosen um 4,9 Prozent auf 6.538, bei Männern um 2,1 Prozent auf 6.809. Die Arbeitslosenquote betrug bei Frauen 3,6 Prozent und bei Männern 3,4 Prozent.

Von Langzeitbeschäftigungslosigkeit waren 2.461 Menschen betroffen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 375 Personen oder 18,0 Prozent. Gesundheitliche Einschränkungen hatten 54,6 Prozent dieser Gruppe, 48,6 Prozent verfügten höchstens über einen Pflichtschulabschluss und 48,2 Prozent waren älter als 50 Jahre.

Unter allen vorgemerkten Arbeitslosen hatten 40,3 Prozent maximal einen Pflichtschulabschluss. Für diese Gruppe lag die Quote bei 10,0 Prozent, bei Personen mit Lehrabschluss bei 2,7 Prozent und bei Akademikerinnen und Akademikern bei 2,1 Prozent. Das AMS Tirol setzt auf Qualifizierung, 2.507 Personen nahmen an Schulungsmaßnahmen teil, um 346 oder 16,0 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mehr sofort verfügbare Stellen gemeldet

Zum Monatsende waren 7.340 sofort verfügbare Stellen beim AMS Tirol gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr kamen 243 Stellen oder 3,4 Prozent hinzu. Besonders stark fiel das Plus in der Arbeitskräfteüberlassung mit 344 Stellen oder 43,7 Prozent sowie in der Warenherstellung mit 105 Stellen oder 11,3 Prozent aus. Auch öffentliche Verwaltung und Bau verzeichneten mehr gemeldete Stellen.

Weniger sofort verfügbare Stellen gab es im Handel mit minus 166 oder 10,9 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen mit minus 120 oder 25,3 Prozent sowie in Beherbergung und Gastronomie mit minus 46 oder 4,1 Prozent. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosigkeit im Handel, in Beherbergung und Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bau zu. In Warenherstellung und Arbeitskräfteüberlassung ging sie zurück.

Bei den Lehrstellen standen 1.476 sofort verfügbare Angebote 500 Lehrstellensuchenden gegenüber. Die Zahl der Lehrstellen stieg um 15,7 Prozent, jene der Suchenden sank um 3,1 Prozent. Tirol bildete damit eine Ausnahme unter den Bundesländern, in denen die Zahl offener Lehrstellen rückläufig war.

Beschäftigung lag im Juli über dem Vorjahr

Ende Juli waren 370.267 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse in Tirol gemeldet. Das waren 1.142 oder 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zuwächse gab es besonders im Gesundheits- und Sozialwesen, in Beherbergung und Gastronomie, im Handel sowie in Erziehung und Unterricht. Rückgänge betrafen die Warenherstellung, Verkehr und Lagerei sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.

Die Beschäftigung von Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft nahm um 2.720 oder 2,6 Prozent zu. Bei österreichischen Staatsangehörigen ging sie um 1.578 oder 0,6 Prozent zurück. Besonders hohe Zuwächse wurden bei Beschäftigten aus Deutschland, Syrien, der Ukraine, Nepal und Rumänien ausgewiesen.

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