Asiatische Hornisse: Sekundärnest in Kössen entfernt

Ein Sekundärnest der Asiatischen Hornisse wurde in Kössen ohne Biozide entfernt. Mögliche Funde sollen umgehend gemeldet werden.
Vor zwei Wochen wurde die gelbfüßige Asiatische Hornisse im Gemeindegebiet von Kössen erstmals in Tirol entdeckt. Das dortige Sekundärnest wurde ohne Biozide oder Insektizide bekämpft und entfernt.
Für die Bekämpfung wurde erstmals in Österreich das thermische Verfahren „velutina Steam EX“ eingesetzt. Unter der Federführung des Pflanzenschutzdienstes des Landes Tirol führte Harald Wiedemann die Bekämpfung durch. Über ein vom Boden eingesetztes Rohrsystem wurde das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. Durch die Hitze werden erwachsene Hornissen und die Brut im Nest abgetötet.
Fachleute gehen beim Fund in Kössen von einer Verschleppung einer Königin durch den Menschen aus. Die Maßnahme sollte die heimische Biodiversität, darunter Bienen und weitere Insekten, sowie die Landwirtschaft schützen und eine weitere Ausbreitung verhindern.
Wer eine Asiatische Gelbfuß-Hornisse oder ein Nest entdeckt, soll den Fund umgehend melden, idealerweise mit einem gut erkennbaren Foto des Insekts. Für den Umgang vor Ort gelten Sicherheitsregeln: Abstand zu Tier oder Nest halten, hektische Bewegungen und Erschütterungen in Nestnähe vermeiden, Nester keinesfalls selbst entfernen sowie auf Hornissenfallen und Wespensprays verzichten.
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