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Vitrinen mit Dokumenten, Fotografien und Erinnerungsstücken; an der Wand hängen ein Mantel und gerahmte Texte.Bild mit KI erstellt

Die Schau startet am 30. September und zeigt Dokumente sowie persönliche Gegenstände aus den Exilgeschichten vertriebener Wiener Jüdinnen und Juden.

Das Jüdische Museum Wien zeigt ab 30. September 2026 die Ausstellung „Heimatlos. Wiener Juden im Exil“ im Museum Judenplatz. Sie läuft bis 4. April 2027. Die Eröffnung ist für 29. September um 18.00 Uhr angekündigt.

Die Schau widmet sich der Vertreibung der Wiener Jüdinnen und Juden und ihrem Leben im Exil. Nach dem „Anschluss“ Österreichs am 12. März 1938 wurde Wien laut Ausstellungstext zur Modellstadt für die nationalsozialistische Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas wurde durch Emigration, Deportation und Ermordung nahezu ausgelöscht.

Dokumente erzählen von Flucht und Neuanfang

Amtliche Dokumente wie Kündigungsbescheide, Vermögensverzeichnisse und Pässe mit dem roten „J“ stehen neben Briefen, Fotografien, Möbeln, Ritualgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken. Viele Exponate stammen aus privaten Familienarchiven. Viele dieser Objekte werden erstmals öffentlich gezeigt.

Oft ging der Ankunft in einem sicheren Land ein monatelanger Weg mit Unsicherheit und bürokratischen Hürden voraus. Visa, Vermögensoffenlegungen und Genehmigungen mussten beschafft und Grenzen überwunden werden. Manche fanden Zuflucht in London, New York oder Shanghai, andere mussten mehrfach fliehen oder wurden interniert.

Viele Vertriebene litten zeitlebens unter dem Verlust ihrer Heimat und entwickelten ein von Sehnsucht, Schmerz und Enttäuschung geprägtes Verhältnis zu Wien. Die allermeisten kehrten nie dauerhaft in die Stadt zurück, aus der sie vertrieben worden waren.

Eine eigens gestaltete Cuseum-App begleitet die Ausstellung mit einer Audio-Einführung der Kuratorin Caitlin Gura, Hintergrundinformationen und weiteren Exilgeschichten. Begleitend erscheint im Czernin Verlag der Katalog „Heimatlos“ mit wissenschaftlichen Beiträgen und persönlichen Essays von Nachkommen Wiener Exilierter.

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