Gäste feiern Eröffnung des sanierten Hohen Stocks auf Burg Ehrenberg
Bild mit KI erstellt Die Bauhütte Ehrenberg grub Verschüttmaterial von Hand aus und vermauerte rund 1.000 Tonnen aufbereitete Steine wieder.
Rund 250 Gäste feierten am 27. September 2026 auf der Burgruine Ehrenberg die Eröffnung des sanierten Hohen Stocks. Die Naturparkregion Reutte nennt die Erhaltung eines wichtigen Teils der regionalen Identität für kommende Generationen als Ziel des Projekts.
Der Hohe Stock macht wieder die Dimension der einstigen landesfürstlichen Burg sichtbar. Ehrenberg prägt als Landschaftszeichen den Talkessel von Reutte.
Das Bundesdenkmalamt und Burgenforscher Joachim Zeune begleiteten die Sanierungsarbeiten denkmalpflegerisch und burgenkundlich. Die Begleitung sollte die Authentizität sichern. Sie brachte Erkenntnisse zur Baugeschichte und früheren Nutzung hervor und macht die ursprüngliche Funktion der Burg für Besucherinnen und Besucher nachvollziehbarer.
Das Team der Bauhütte Ehrenberg grub beim Hohen Stock große Mengen an Verschüttmaterial von Hand aus. Es bereitete rund 1.000 Tonnen gewonnene Steine auf und vermauerte sie wieder.
Festgesellschaft feiert erstmals seit 1782 im Dachgeschoss
Die Feier im Dachgeschoss des Hohen Stocks war die erste seit der Versteigerung der Festungsanlagen im Jahr 1782. Die Festgesellschaft zeigte sich von den Räumen und dem Ausblick auf die highline179 sowie die umliegende Landschaft beeindruckt.
Holzbau Saurer errichtete die Decken und den Walmdachstuhl. Dadurch blieb die Wertschöpfung laut Naturparkregion in der Region. Unterstützt wurden die Erhaltungsmaßnahmen von der Landesgedächtnisstiftung, der Kulturabteilung des Landes Tirol, dem Bundesdenkmalamt, der Stadt Reutte, dem TVB Naturparkregion Reutte, dem Ehrenberg Liner und durch Eigenmittel des Vereins Burgenwelt Ehrenberg.
Zum Fest gehörte ein vom Bankhaus Jungholz unterstütztes Barockkonzert des Ensembles Scaramouche. Dabei stand ein Violoncello piccolo im Mittelpunkt, das der Reuttener Geigenbauer Anthony Hauser 1796 gefertigt hatte. Der Gasthof Salzstadl sorgte für das leibliche Wohl, die Schönegger Käse-Alm spendierte Käsespezialitäten. Landsknechte und Flintenweiber zu Ehrenberg, die Kaiserlichen zu Füssen sowie In Quantum Prost gestalteten den Ausklang in den historischen Ruinenmauern mit.
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