Greenpeace fordert wegen Asbest Veranstaltungsstopp auf Burg Schlaining
Bild mit KI erstellt Greenpeace hat beim Landesverwaltungsgericht Burgenland Beschwerde gegen die LIB eingebracht. Vier neue Analysen untermauern laut Greenpeace die Asbestgefahr.
Greenpeace hat beim Landesverwaltungsgericht Burgenland Beschwerde gegen die Landesimmobilien Burgenland GmbH (LIB) eingebracht. Nach Auswertung von vier neuen Analysen stuft die Organisation das Asbestrisiko auf der Friedensburg Schlaining nach wie vor als akut ein. Greenpeace will, dass Landesrätin Anja Haider-Wallner das Areal umgehend für sämtliche Veranstaltungen sperrt.
Untersucht wurden vier Proben vom Burggelände, zwei davon waren Material- und zwei Staubproben. Im Schotter des Innenhofs hätten die Materialproben Greenpeace zufolge bis zu 50 Prozent Asbest gezeigt. Für den Staub weist die Organisation einen Spitzenwert von 120 Asbestfasern je Quadratzentimeter aus.
Weitere Proben zeigen laut Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster, dass Asbestfasern die Luft erheblich belasten. Jedes Jahr kommen nach Greenpeace-Angaben rund 60.000 Menschen auf die Burg, darunter viele Kinder. Die Organisation hält eine vermeidbare Belastung dieser Besucher durch Asbest für gegeben.
Auch die Angestellten auf der Burg seien nach Darstellung der Organisation dauerhaft belastet.
Mit einer Mitteilung vom 4. August 2026 signalisierte die LIB Entwarnung für die Burg Schlaining. Greenpeace hält diese Einschätzung angesichts der neuen Analysen für nicht haltbar.
Nach der Entwarnung ersuchte Greenpeace die LIB auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes um die Identität einer zuvor in der Medienkommunikation erwähnten Fachfirma und um das zugehörige Gutachten. Ende Juli schlug Greenpeace wegen überhöhter Asbestmesswerte an mehreren Ausflugszielen im Burgenland Alarm. Auch die Burg Schlaining war darunter. Das Land Burgenland hält sämtliche Anteile an der LIB. Die Burg liegt im Bezirk Oberwart.
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