Kärnten stellt Angebote gegen Lebensmittelverschwendung vor
Bild mit KI erstellt Kärnten rückt kommende Woche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung in den Mittelpunkt. Dazu zählen Küchenberatung und Schulworkshops.
Das Land Kärnten rückt kommende Woche Möglichkeiten zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung stärker in den Mittelpunkt. Lebensmittel sind regionale Ressourcen, in denen Arbeit, Energie, Wasser und Boden stecken. Entlang der Wertschöpfungskette entstehen dennoch vermeidbare Lebensmittelabfälle.
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger betont, dass beim Umgang mit Lebensmitteln Ressourcen geschont, Kosten reduziert und die regionale Wertschöpfung gestärkt werden können. Das Land wolle konkrete Lösungen und bestehende Unterstützungsangebote vorstellen.
Land Kärnten unterstützt Küchen und Betriebe bei der Abfallvermeidung
Das Land unterstützt Betriebe und Gemeinschaftsküchen dabei, Einsparpotenziale zu erkennen und Veränderungen in der Praxis umzusetzen. Die „Küche der Zukunft Challenge“ von BIO AUSTRIA und ZUKUNFT ESSEN begleitet Groß- und Gemeinschaftsküchen auf dem Weg zu nachhaltigerer Verpflegung. In Kärnten unterstützt die Abteilung 8 – Nachhaltigkeit die Teilnahme. Zu den geförderten Projekten zählen die HBLA Pitzelstätten, Sonnenstrahl, Grasser Gaumenlust GmbH und das Kolpinghaus Klagenfurt. Der Bund finanziert die Projekte zu 80 Prozent, das Land Kärnten zu 20 Prozent.
Im Kolping-Jugendwohnhaus und Gästehaus Klagenfurt werden, unterstützt von der BOKU Wien, Tellerreste erfasst und ausgewertet. Das soll helfen, Lebensmittelabfälle gezielt zu reduzieren. Zugleich wird der Bio-Anteil erhöht, der Speiseplan stärker pflanzlich ausgerichtet und die Bewohnerinnen und Bewohner werden in Workshops für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert. Das Beratungsprogramm „Küchenprofi[t]“ von United Against Waste analysiert Lebensmittelabfälle direkt in Betrieben und erarbeitet mit ihnen Einsparpotenziale und Maßnahmen. In Kärnten wurde das Programm über Ökofit kofinanziert. Es richtet sich unter anderem an Gastronomiebetriebe, Hotels und Großküchen.
Klinikum Villach gibt nicht konsumierte Speisen weiter
Das Klinikum Villach lässt nicht konsumierte Speisen aus dem Mitarbeiterrestaurant, etwa Suppen, Salate oder Beilagen, im Rahmen einer Kooperation von der ARGE Sozial abholen und an bedürftige Menschen weitergeben. Dadurch konnte der Speisenverwurf reduziert und ein sozialer Nutzen geschaffen werden.
Der vom Klimabündnis Kärnten geförderte Workshop „Klimafreundlich Essen“ vermittelt Schülerinnen und Schülern den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz. Auf dem Programm stehen regionale, saisonale und biologische Lebensmittel, Fleischkonsum und Fairtrade. Seit 2024 fanden an Volksschulen über 150 Workshops statt. Das Land will die Erfahrungen aus Beratung, Lebensmittelweitergabe und Bewusstseinsbildung sichtbarer machen, besser vernetzen und weitere Betriebe und Einrichtungen zur Nutzung bestehender Angebote ermutigen. Österreichweit verfolgt das Umweltministerium mit der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ gemeinsam mit Wirtschaft, Konsumentinnen und Konsumenten, Gemeinden und sozialen Einrichtungen das Ziel, Lebensmittelabfälle nachhaltig zu vermeiden und zu reduzieren.
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