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Lebensmittelabfall geht an Wiener Schulen um mehr als 20 Prozent zurückBild mit KI erstellt

In 30 Wiener Schulen sank der Anteil weggeworfener Speisen von 24 auf 19 Prozent. Pro Semester vermieden sie 6.500 Kilogramm Lebensmittelabfall.

Wiener Schulen haben ihre Lebensmittelabfälle innerhalb eines Schuljahres um mehr als 20 Prozent reduziert. Die Magistratsabteilung 56 – Schulen startete dafür eine Schwerpunktaktion mit der Initiative United Against Waste (UAW).

Das regelmäßige Monitoring begann 2025 an 30 Wiener Schulstandorten. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass fast ein Viertel der angelieferten Speisen entsorgt wurde. Der Anteil weggeworfener Speisen sank von 24 auf 19 Prozent.

Die teilnehmenden Schulen erhielten ein Benchmarking ihrer Ergebnisse sowie Unterstützung durch Informationsveranstaltungen und Leitfäden. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling führte den Rückgang auf die Essensverantwortlichen, Pädagog*innen und Kinder zurück. 2026 wurde die Kooperation auf 50 Standorte ausgeweitet.

Die Stadt sieht im Bestellverhalten den größten Hebel

Bei vergleichbaren Rahmenbedingungen zeigten sich Unterschiede zwischen den Schulstandorten. Einige lagen bei einem Verlustgrad von rund 10 Prozent, andere bei etwa 40 Prozent. Die Studie „KÖSTLICH“ der Universität für Bodenkultur Wien kam zum Ergebnis, dass hohe Anteile angelieferter Suppen und Salate entsorgt werden. Auch die Auswertung zeigte: Schulen, die das Verhältnis zwischen Hauptspeisen und weiteren Gängen ähnlich hielten, schnitten schlechter ab als Standorte mit variantenreicheren Bestellungen.

Kurzfristige Abwesenheiten erschwerten die Planung. Da Bestellungen einige Tage im Voraus abgeschickt werden müssen, konnten insbesondere Krankheitswellen nicht immer rechtzeitig berücksichtigt werden. Die Stadt bezeichnete eine Änderung des Bestellverhaltens als größten Hebel. Bei wiederkehrenden Speiseresten sollten die Rückläufe einzelner Gerichte beobachtet und künftige Bestellungen angepasst werden. Schulen berichteten außerdem von Umfragen zur Menüzusammenstellung, Küchendienst und flexibleren Essenszeiten nach einem „Gleitzeit-Modell“, das den Zeitdruck im Speisesaal verringern sollte. Die Stadt nannte auch direkte Abstimmung und offenes Feedback mit den Essenslieferanten als wichtigen Baustein.

Pro Semester vermieden die 30 beobachteten Schulen 6.500 Kilogramm Lebensmittelabfall. Einige Schulen reduzierten die Speisereste um mehr als ein Drittel. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling zufolge sparten die 30 teilnehmenden Schulen jährlich mehr als 25 Tonnen CO2 ein.

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