Österreich verbietet E-Mopeds ab 1. Oktober auf Radwegen
Bild mit KI erstellt Ab 1. Oktober dürfen E-Mopeds österreichweit nicht mehr auf Radwegen fahren. In Wien kontrollieren Polizei und Stadt die neuen Vorgaben.
Mit 1. Oktober 2026 treten österreichweit neue Regeln für E-Mopeds in Kraft. Dann dürfen die Fahrzeuge nicht mehr auf Radwegen fahren.
E-Mopeds müssen für den Straßenverkehr zugelassen und mit einem Kennzeichen versehen sein. Außerdem sind eine Kfz-Haftpflichtversicherung, regelmäßige Begutachtungen mit Pickerl, ein Führerschein und ein Helm vorgeschrieben.
In Wien werden die Polizei und die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt die neuen Regeln bei Schwerpunktkontrollen überprüfen. Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl kündigt an, dass die Polizei bei fehlenden gesetzlichen Voraussetzungen die Weiterfahrt untersagt und Anzeige erstattet. Die konkrete Strafhöhe hängt vom Verstoß und den Umständen des Einzelfalls ab.
KFV-Messungen zeigen hohe E-Moped-Geschwindigkeiten
Messungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigten, dass knapp zwei Drittel der E-Mopeds deutlich schneller als die bislang erlaubten 25 km/h unterwegs waren. Verkehrsexperten der TU Wien sagen, Gewicht und Fahrdynamik beeinträchtigten das Sicherheitsgefühl auf Radwegen. Ein durchschnittliches kennzeichenloses E-Moped wiegt leer 70 bis 80 kg, ein klassisches Mofa mit Verbrennungsmotor rund 46 kg. Beim E-Moped kommen das Gewicht der Lenkerinnen und Lenker sowie häufig zusätzliche Ladung hinzu. Harald Frey von der TU Wien sieht in Verbindung mit den höheren Geschwindigkeiten ein Gefährdungspotenzial auf Radwegen, das die neue Regelung vermeiden könne.
Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima begrüßt das Verbot und sagt, die Stadt habe lange dafür gekämpft. Sie bezeichnet E-Mopeds in vielen Fällen als zu schnell und wegen ihres Gewichts als Gefahr für Radfahrende und Fußgänger. Im Wiener Hauptradwegenetz wurden in den vergangenen Jahren über 100 Kilometer neue Radinfrastruktur geschaffen, heuer kommen über 12,5 Kilometer dazu. Auch der Städtebund begrüßt das Verbot und sieht damit langjährige Forderungen im Sinne der Sicherheit erfüllt.
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