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Lehre und KI stehen in St. Pölten im Mittelpunkt

Bei „Politik hört zu“ diskutierten Fachleute in St. Pölten über Lehre, künstliche Intelligenz und Orientierung für Jugendliche.

Landesrätin Susanne Rosenkranz lud zum vierten Mal im Rahmen der Reihe „Politik hört zu“ in den Ostarrichisaal des NÖ Landhauses in St. Pölten. Thema des Austauschs waren Ausbildung, Beruf und die Zukunft junger Menschen.

Vertreter aus Wirtschaft, Arbeitnehmervertretung und Arbeitsmarkt sowie Fachleute aus Jugend, Bildung und künstlicher Intelligenz beteiligten sich an der Diskussion. Rosenkranz sagte, künstliche Intelligenz solle Jugendlichen nicht als Bedrohung vermittelt werden, sondern als Werkzeug, das sie selbstbewusst und verantwortungsvoll einsetzen können.

Praktische Ausbildung und Orientierung wurden diskutiert

Die Gesprächsrunde befasste sich mit dem Stellenwert praktischer Ausbildung in einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitswelt. Die Lehre vermittelt laut der Aussendung bereits während der Ausbildung betriebliche Praxis, anwendbares Fachwissen und berufliche Fähigkeiten. Zudem wurde erörtert, welche Tätigkeiten künftig automatisiert oder unterstützt werden können und welche Kompetenzen dadurch wichtiger werden.

Mathias Lipp-Rosenthal von der KI Schmiede verwies darauf, dass junge Menschen auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden müssten. Politik müsse dafür Orientierung, zeitgemäße Bildung und Zugang zu praxisnaher Kompetenzentwicklung ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Zusammentreffen offener Lehrstellen und interessierter Jugendlicher. Carmen Treml von Agenda Austria nannte falsche Branchen, zu große Entfernungen und fehlende Vorkenntnisse als Gründe, warum Lehrstellen und Jugendliche nicht immer zusammenfinden. Sie erklärte außerdem, Kleinbetriebe bildeten heute nur noch halb so viele Lehrlinge aus wie 2010, während Großbetriebe mehr Lehrlinge ausbildeten denn je.

Andrea Stoick, Geschäftsführerin der PSZ eGmbH, betonte die Bedeutung realistischer Perspektiven, klarer Rahmenbedingungen und tragfähiger Beziehungen für junge Menschen. Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS Niederösterreich, hob frühzeitige Information und realistische Berufsperspektiven hervor. Das AMS Niederösterreich unterstützt Jugendliche mit BerufsInfoZentren, Schulklassenbetreuung sowie Berufs- und Bildungsberatung.

Robert Hörmann von der Arbeiterkammer Niederösterreich verwies auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten nach einer Lehre, darunter modulare Ausbildungswege, zusätzliche Qualifikationen und die Lehre mit Matura. Stefan Gratzl von der Wirtschaftskammer Niederösterreich bezeichnete die Lehre angesichts des Fachkräftemangels als wichtigen Einstieg ins Berufsleben. Rosenkranz sagte zum Abschluss, der Austausch habe die Bedeutung von Orientierung, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und beruflicher Ausbildung unterstrichen.

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