Niederösterreich plant weitere Leitungen und Hochbehälter

Nach der außergewöhnlich trockenen Phase plant das Land weitere Projekte für Leitungen, Hochbehälter und Reservoirs.
Die vergangenen zwölf Monate waren die trockensten seit Beginn der Messgeschichte vor 176 Jahren. Seit Jahresbeginn lag der Niederschlag um 30 bis 60 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Niedrige oder sehr niedrige Werte wiesen 91 Prozent der Grundwassermessstellen und 88 Prozent der Oberflächengewässer auf.
Die Wasserversorgung durch Gemeinden und Verbände ist dennoch gewährleistet. In Streulagen, besonders im ländlichen und alpinen Raum, kam es punktuell zu Engpässen. Einzelne Gemeinden riefen zum Wassersparen auf. Die Trockenheit hatte zudem massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft.
Weitere Projekte sollen die Trinkwasserversorgung stärken
31 Trink- und Regenwasserpläne sind bereits fertiggestellt, 73 weitere in Arbeit. Derzeit sind 200 Projekte in Bau, in den kommenden zwei Jahren sollen weitere 300 folgen. Dazu zählen neue Leitungen, Hochbehälter und Reservoirs.
Geplant sind außerdem eine neue Verbindung zwischen Wein- und Industrieviertel sowie eine Erweiterung der Versorgung vom Zentralraum in Richtung Waldviertel. In der Landwirtschaft sollen Bewässerungsprojekte, Speicherteiche und innovative Bewirtschaftungsmethoden die Anpassung an den Klimawandel unterstützen.
Seit 2010 wurden 230 Renaturierungsprojekte umgesetzt, rund zehn weitere befinden sich in Bau. Weitere Projekte, etwa an der Großen Tulln, sind in Vorbereitung. Künftig soll rund ein Drittel der Mittel für den Hochwasserschutz in Wasserrückhalt und Retention fließen.
Mit dem NÖ Bodenbonus unterstützte das Land bereits 45 Projekte zur Entsiegelung und Umgestaltung öffentlicher Flächen. Darunter sind Vorhaben in Tulln und Amstetten. In Melk ist im Herbst ein Spatenstich geplant. 92 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser aus öffentlichen Wasserversorgungsanlagen.
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