Mehr als 100.000 Menschen in Niederösterreich nutzen Energiegemeinschaften
Bild mit KI erstellt Mehr als 100.000 Menschen in Niederösterreich nutzen Energiegemeinschaften. LH-Stellvertreter Pernkopf erwartet durch das neue Gesetz weitere Impulse.
Beim Bürgerenergie-Gipfel in St. Pölten sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, dass mehr als 100.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher Energiegemeinschaften nutzen. Sie profitieren von günstigeren Stromkosten und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für Stromproduktion und Energieverbrauch.
Pernkopf bezeichnete Bürgerenergie als Baustein der Energiewende und sagte, sie schaffe zusätzliche regionale Wertschöpfung. Zum Serviceangebot des Landes gehören die Energieberatung Niederösterreich sowie die Beratungs- und Unterstützungsleistungen der Energie- und Umweltagentur des Landes, die Energiegemeinschaften von der Gründung bis zum laufenden Betrieb begleitet.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz tritt am 5. Oktober in Kraft. Pernkopf erwartet dadurch zusätzliche Impulse für die Bürgerenergie. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen stärken laut der Aussendung die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten und schaffen neue Möglichkeiten für Energiegemeinschaften.
Fünf Best-Practice-Projekte werden ausgezeichnet
Am Gipfel nahmen rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von Energiegemeinschaften aus ganz Österreich teil. Das Programm umfasste fachlichen Austausch und Vernetzung sowie Vorträge zu Stromspeicherlösungen, neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Netzbereich. Fünf innovative Best-Practice-Projekte wurden ausgezeichnet.
Zu den ausgezeichneten Projekten zählte die EEG Guntramsdorf aus dem Bezirk Mödling. Sie verbindet lokale und regionale Erneuerbare Energiegemeinschaften sowie gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen in einem System, das eine möglichst lokale Nutzung des erzeugten Stroms ermöglicht. Eine eigens entwickelte Softwareplattform nutzt Verbrauchs-, Erzeugungs- und Wetterprognosen zur Steuerung der Energieflüsse. Podiumsdiskussionen widmeten sich der Zukunft der Bürgerenergie und ihrer Rolle für eine sichere, regionale und nachhaltige Energieversorgung.
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