Tag der NÖ Industrie in Grafenegg: Weniger Bürokratie gefordert

Beim Tag der NÖ Industrie in Grafenegg verlangten Landes- und Bundesvertreter weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und leistbare Energie.
Beim Tag der NÖ Industrie in Grafenegg kamen auf Einladung der Industriellenvereinigung Niederösterreich zahlreiche Ehren- und Festgäste zusammen, darunter Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundeskanzler Christian Stocker.
Mikl-Leitner nannte Leistung, Eigenverantwortung und Hausverstand als Grundsätze, die auf dem Weg in die Zukunft wieder mehr Bedeutung erhalten sollten. Sie verwies darauf, dass Niederösterreich jedes sechste Landesgesetz entrümpelt und Gesetze gestrichen habe. Mit der Task Force Wirtschaft wolle das Land Verfahren beschleunigen und effizienter gestalten.
Mikl-Leitner fordert weniger Bürokratie vom Bund
Die großen Hebel für den Standort lägen beim Bund, sagte Mikl-Leitner. Betriebe bräuchten weniger Belastung und Bürokratie, zudem müsse das ständige Übererfüllen von EU-Vorgaben enden.
Stocker bezeichnete Niederösterreich als starken Industriestandort. Als entscheidende Themen nannte er leistbare Energie, weniger Bürokratie und schnellere Verfahren und verwies auf die Reform des UVP-Gesetzes. Mit der Industriestrategie solle Österreich bis 2035 zu den zehn wettbewerbsfähigsten Ländern der OECD gehören.
Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, hob die Bedeutung der Industrie für Wohlstand und soziale Sicherheit hervor. Er erklärte, die Energie- und Bürokratiekosten seien zu hoch.
In einer Podiumsdiskussion äußerten sich Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Staatssekretär Josef Schellhorn, der Präsident der Industriellenvereinigung Österreich, Georg Knill, und die Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz. Hattmannsdorfer verwies auf 117 Maßnahmen der Industriestrategie, darunter die Senkung der Lohnnebenkosten und die Einführung der Aktiv-Pension. Knill sah mit der Strategie ein klares Ziel definiert, Schultz bezeichnete die Senkung der Lohnnebenkosten als guten Weg in die richtige Richtung. Schellhorn informierte über das Entbürokratisierungspaket und erklärte, man sei auf einem sehr guten Weg.
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