Neue Geschiebesperre in Heinfels schützt 128 Gebäude
Bild mit KI erstellt Der zweite Bauabschnitt am Villgratenbach ist abgeschlossen. Bund, Land Tirol und Gemeinde Heinfels investierten rund 9,5 Millionen Euro.
Der zweite Bauabschnitt des Hochwasserschutzprojekts am Villgratenbach in Heinfels ist fertiggestellt. Er erhöht den Schutz für rund 32 Hektar Bauland mit insgesamt 128 Wohn- und Betriebsgebäuden.
Das Herzstück ist eine Wildholz- und Geschiebesperre am Ausgang der Schluchtstrecke. Sie kann bis zu 50.000 Kubikmeter Geschiebe und Gestein zurückhalten und verhindert, dass angeschwemmtes Holz gefährliche Verklausungen verursacht.
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, das Land Tirol und die Gemeinde Heinfels investierten gemeinsam rund 9,5 Millionen Euro. Zu Baubeginn waren Kosten von rund 14 Millionen Euro prognostiziert worden.
Straße und Bachbett wurden angepasst
Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt starteten im Oktober 2024 in der Schluchtstrecke oberhalb von Heinfels. Im Bereich der Sperre wurde die Landesstraße um bis zu sechs Meter angehoben und über das Bauwerk geführt. Auf der linken Seite des Villgratenbachs entstanden auf rund 500 Metern Dämme und Mauern.
Das Bachbett wurde neugestaltet, Uferbereiche wurden gesichert und Versorgungseinrichtungen verlegt. Zudem entstanden 15 Querriegel aus schweren Wasserbausteinen, die verhindern sollen, dass sich das Bachbett eintieft. Die Sperre bleibt für Fische passierbar, die Uferbereiche wurden naturnah begrünt.
Umweltminister Norbert Totschnig bezifferte den Beitrag seines Ministeriums auf rund 6,6 Millionen Euro. Nach seinen Angaben schützt das Projekt zusätzlich 1.044 Menschen vor Hochwasser. Die Umsetzung erfolgte durch die Bundeswasserbauverwaltung, konkret durch das Baubezirksamt Lienz.
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