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Eine Hand füllt eine blaue Trinkflasche an einer Edelstahl-Trinkstation neben einem Kanal.Bild mit KI erstellt

Die Klimaanalyse für Lienz, Reutte und den Raum Kitzbühel bis St. Johann stellt mehr als drei Vierteln der Bevölkerung Informationen bereit.

Seit Wochen prägt die Hitze den Alltag in Tirol. 2025 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen in Tirol, zudem wurden wenig Niederschläge verzeichnet.

Im Rahmen der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie hat das Land die regionale Klimaanalyse auf Lienz und Umgebung, Reutte und Umgebung sowie den Raum Kitzbühel bis St. Johann in Tirol ausgeweitet.

Damit stehen mehr als drei Vierteln der Tiroler Bevölkerung Informationen zur Hitzebelastung und Kaltluftversorgung zur Verfügung. Die Klimakarten bieten einen detailgenauen Einblick in regionale Hotspots und sind unter www.tirol.gv.at/klimakarten abrufbar.

Karten zeigen Hitze am Tag und Abkühlung in der Nacht

Die erste Klimaanalyse wurde 2025 für das Inntal zwischen Landeck und Erl veröffentlicht. Auf tirisMaps, dem Rauminformationssystem des Landes, sind nun auch interaktive Karten für die weiteren Regionen verfügbar.

Die Karten enthalten Daten zur Hitzebelastung am Tag, zur Wärmebelastung in der Nacht und zur nächtlichen Abkühlung durch Kaltluftströme. Sie stellen die Hitzebelastung und nächtliche Abkühlung an einem sommerlichen Hitzetag dar und verändern sich nicht tagesaktuell. Die Daten können etwa für die Ausrichtung geplanter Gebäude, Beschattungsmaßnahmen bei Sanierungen oder Begrünungsprojekte genutzt werden. Die Ergebnisse für das Inntal haben bereits Projekte angestoßen, um die Informationen frühzeitig in die Planung einzubeziehen und die Hitzebelastung zu verbessern.

Daten sollen klimawandelangepasste Bauprojekte unterstützen

Raumordnungslandesrat LHStv Josef Geisler zufolge soll das öffentlich zugängliche Werkzeug weitere Beteiligte dabei unterstützen, Bauprojekte klimawandelangepasst umzusetzen. Die Daten zeigen, wo Kaltluft entsteht und welche Flächen für die nächtliche Abkühlung wichtig sind. Bei der Planung von Gebäuden und Siedlungen könne die natürliche Abkühlung durch die Situierung und Ausrichtung von Gebäuden genutzt werden.

Klimaschutzlandesrat René Zumtobel betont, dass Kaltluftströme nicht verbaut werden sollten, damit nächtliche Abkühlung möglich bleibt. Versiegelte Flächen und dicht bebaute Gebiete erhitzen sich an warmen Tagen stark. Die Klimaanalyse richtet sich insbesondere an Gemeinden, Planungsverbände und die Bauwirtschaft, bietet aber auch Privatpersonen durch eine Detailtiefe von 25 Quadratmetern Einblicke.

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