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Österreichs BIP sank im II. Quartal um 0,1 ProzentBild mit KI erstellt

Vorlaufindikatoren verbesserten sich im August, nachdem das BIP im II. Quartal um 0,1 Prozent gesunken war.

Österreichs Bruttoinlandsprodukt ist im II. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent geschrumpft. Zuvor hatte es sechs Quartale in Folge zugelegt. Die Angaben sind saison- und kalenderbereinigt.

Nach Einschätzung des WIFO war der Rückgang überwiegend statistischer Natur und kein Zeichen einer Konjunkturabschwächung. Die Bruttowertschöpfung expandierte um 0,1 Prozent. Ein kräftiger Anstieg der Gütersubventionen bei markant sinkenden Gütersteuern belastete das BIP.

Bauwesen bleibt schwach, Industrie wächst moderat

Die Herstellung von Waren expandierte moderat, während das Bauwesen weiter schrumpfte. Den deutlichen Zuwächsen bei den Ausrüstungsinvestitionen stand ein weiterer Rückgang der Bauinvestitionen gegenüber.

Die Beschäftigung stagnierte im II. Quartal nahezu. Die Arbeitslosenquote notiert seit Juni 2026 auf einem mehrjährigen Höchststand.

Der trockene und heiße Sommer belastete die Landwirtschaft sowie die Stromerzeugung aus Wasserkraft und bescherte dem Tourismus ein neues Nachfragehoch. WIFO-Autor Christian Glocker zufolge wirkten sich Ernteausfälle und die rückläufige Stromerzeugung aus Wasserkraft zunehmend auf die Preisbildung aus. Die Inflationsrate stieg im August laut Schnellschätzung von Statistik Austria auf 3,2 Prozent, nach dem HVPI auf 2,9 Prozent. Höhere Treibstoff- und Heizölpreise trugen dazu bei. Die Teuerung lag unter dem Durchschnitt des Euro-Raumes, die Kerninflation darüber.

Für die kommenden Monate zeichnet sich laut WIFO eine Konjunkturaufhellung ab. Der WIFO-Konjunkturklimaindex stieg im August kräftig. Auch der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex legte zu und erreichte den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2022.

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