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E-Control-Bericht: Anteil erneuerbarer Energieträger bei 87,34 Prozent

Der Stromanteil erneuerbarer Energieträger lag in der Kennzeichnungsperiode 2025 bei 87,34 Prozent. Die E-Control veröffentlichte den Bericht.

Die Regulierungsbehörde E-Control hat den Strom- und Gaskennzeichnungsbericht 2026 veröffentlicht. In der Kennzeichnungsperiode 2025 lag der Anteil erneuerbarer Energieträger in der Stromkennzeichnung bei 87,34 Prozent, nach 86,52 Prozent im Vorjahr. Fossile Energieträger machten 12,71 Prozent aus. Herkunftsnachweise aus Nuklearenergie wurden nicht eingesetzt.

Rund 65 Prozent der Herkunftsnachweise stammten aus Österreich, nach 71,35 Prozent im Jahr davor. Die E-Control führt den Rückgang vor allem auf eine geringere inländische Wasserkraftproduktion zurück. Von den importierten Nachweisen entfielen 14,6 Prozent auf Norwegen, gut 7 Prozent auf die Niederlande und 2,85 Prozent auf Frankreich.

Bei den eingesetzten Herkunftsnachweisen aus erneuerbaren Energieträgern lag Wasserkraft bei 55,49 Prozent, Windkraft bei 15,75 Prozent und Sonnenenergie bei 10,61 Prozent. Die E-Control überprüfte 129 Stromlieferanten, von denen 118 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern lieferten. Die Stromkennzeichnung auf der Rechnung umfasst Erzeugungstechnologie, Herkunft und den Anteil des gemeinsamen Handels. Rund 47 Prozent der eingesetzten Herkunftsnachweise wurden gemeinsam mit dem Strom beschafft.

Auch für Gaslieferungen gilt eine Kennzeichnungspflicht. Bei 94,47 Prozent des an Endkund:innen in Österreich gelieferten Erdgases wurde Erdgas unbekannter Herkunft ohne Herkunftsnachweise ausgewiesen. Erstmals kamen Herkunftsnachweise aus österreichischem Erdgas zu rund 5 Prozent zum Einsatz. Der Anteil von Nachweisen aus erneuerbaren Energien lag bei rund 0,15 Prozent. Der Großteil des in Österreich produzierten erneuerbaren Gases wird vor Ort für die Strom- und Wärmeproduktion genutzt. Rund 50 GWh an Herkunftsnachweisen wurden in das Ausland exportiert, jeweils rund ein Drittel nach Lettland, Spanien und Tschechien sowie ein kleiner Anteil in die Schweiz.

Neue Gasdatenbank ging im Mai 2026 in Betrieb

Mit Mai 2026 nahm die E-Control eine neue Herkunftsnachweisdatenbank für Gas in Betrieb. Sie dient der Abwicklung der Gaskennzeichnung und der Ausstellung von Herkunftsnachweisen.

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