Podcast beleuchtet Tiroler Landesarchiv und seine Bestände

Eine neue Folge von „ins Land einihören“ ist online. Gertraud Zeindl spricht über Archivbestände, Kirchenbücher und Digitalisierung.
Eine neue Folge des Landes-Podcasts „ins Land einihören“ stellt die Arbeit des Tiroler Landesarchivs vor. Gertraud Zeindl spricht darin über die Bestände und die Geschichte des Archivs. Seit 1. Juli 2026 steht sie als erste Frau an dessen Spitze. Die Folge ist auf der Website des Landes Tirol, auf gängigen Podcast-Plattformen und auf dem YouTube-Kanal des Landes zu hören beziehungsweise zu sehen.
Das Archiv bewahrt rund 30 Laufkilometer an Akten, Urkunden und Dokumenten, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Seinen Ursprung hat es unter Kaiser Maximilian I., der begann, seine Dokumente systematisch zu ordnen. Eine Kaiserurkunde aus dem Jahr 1004 gehört zu den wertvollsten Archivalien. Zeindl spricht im Podcast über ihren Inhalt, ihre Reise durch die Jahrhunderte und den Streit mit dem damaligen Jugoslawien, zu dem sie nach dem Ersten Weltkrieg Anlass gab.
Die Tiroler Kirchenbücher mit Personenverzeichnissen zu Taufen, Trauungen und Todesfällen sind seit 2015 online verfügbar. Laut Land Tirol werden sie jährlich rund neun Millionen Mal aufgerufen. Das Personenstandsgesetz sieht vor, dass Taufbücher erst 100 Jahre nach ihrer Entstehung veröffentlicht werden dürfen. Deshalb gibt das Landesarchiv jedes Jahr am 1. Jänner einen neuen Jahrgang frei. Für heuer nennt die Mitteilung die Taufbücher aus dem Jahr 1926.
Zeindl sagt, die Digitalisierung verringere die Arbeit im Archiv nicht. Die Werkzeuge seien andere, die Arbeit an sich bleibe im Wesentlichen gleich.
Die nächste Folge des Podcasts erscheint am 30. Oktober 2026. Zu Gast ist Diana Ortner, Vorständin der Abteilung Bodenordnung. Im Gespräch geht es unter anderem darum, wie die Dorferneuerung Tirols Gemeinden lebenswerter macht.
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