Reichmann offen für längere Volksschule in Kärnten
Bild mit KI erstellt Reichmann knüpft seine Zustimmung an Bundesmittel und fordert ein Konzept, das ländliche Volksschulen nicht benachteiligt.
Bildungslandesrat Peter Reichmann ist bereit, an einer Verlängerung der Volksschulzeit von vier auf sechs Jahre mitzuwirken. Er hält den Vorstoß für gut und kann sich einen Schulversuch in Kärnten vorstellen, wenn der Bund die dafür nötigen Mittel bereitstellt.
Interessierte Schulen müssten sich noch im Oktober für den Schulversuch 2027/28 anmelden. Reichmann hält diesen Zeitplan für unrealistisch. Voraussetzung für eine Teilnahme ist das Einverständnis der Eltern- und Lehrerschaft. Genaue Umsetzungspläne, auf deren Grundlage Schulen informiert werden könnten, liegen noch nicht vor.
Bei einer Ausweitung müsste das derzeit bekannte Konzept überarbeitet werden. Es setzt voraus, dass teilnehmende Volksschulen zu Fuß eine AHS oder eine Mittelschule erreichen können. Diese Voraussetzung erfüllen laut Reichmann vor allem Schulen in Ballungszentren. Ländliche Regionen würden vom Vorschlag größtenteils ausgeschlossen.
Reichmann fordert gleiche Chancen für alle Kinder in Kärnten und warnt vor einer Benachteiligung ländlicher Regionen. Zwei zusätzliche gemeinsame Jahre könnten aus seiner Sicht mehr Zeit geben, Talente zu erkennen, Stärken zu fördern und bei Bedarf zu unterstützen. Bildungsentscheidungen sollten nach Reichmanns Ansicht stärker an den Fähigkeiten der Kinder als am Elternhaus ausgerichtet werden. Reichmann spricht sich dafür aus, das Modell zu erproben und die Ergebnisse genau zu evaluieren. Zugleich warnt er vor Schnellschüssen.
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