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Sicherheitsgipfel in Graz widmet sich Cyberkriminalität und Extremismus

Das Bundesamt für Cybersicherheit nimmt am 1. Oktober 2026 seine Arbeit auf. Beim Gipfel in Graz standen Extremismus und Cyberkriminalität im Fokus.

Beim Sicherheitsgipfel „Extremismus und Cybersicherheit“ am 28. September standen im Weißen Saal der Grazer Burg die Sicherheitslage, Entwicklungen im Bereich Extremismus und Herausforderungen durch Cyberkriminalität im Mittelpunkt. Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom berieten sich dazu mit Fachleuten.

Vorträge hielten Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Rupert Meixner vom Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Steiermark, Gernot Goluch aus dem Innenministerium und Martin Schwetz vom Land Steiermark.

Experten erörtern Radikalisierung und Cyberkriminalität

Ortner und Meixner gaben einen Überblick über Islamismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus in Österreich und der Steiermark. Sie stellten Zahlen der vergangenen beiden Jahre in der Steiermark und polizeiliche Präventionsmaßnahmen vor. Anhand von Fallbeispielen erläuterten sie aktuelle Problemstellungen. Ein Schwerpunkt war die Verlagerung von Extremismus und Terrorismus ins Internet und die damit verbundenen neuen Formen der Radikalisierung. Auch Prävention, Früherkennung und Deradikalisierung wurden thematisiert. Meixner bezeichnete den islamistischen Extremismus in seinen verschiedenen Ausprägungen als größte Bedrohung in der Steiermark.

Goluch berichtete, dass 2025 in Österreich 63.459 Cybercrime-Delikte angezeigt wurden. Internetbetrug und Erpressungen im Internet gingen zurück, während Cyberangriffe im engeren Sinn zunahmen. Gleichzeitig konnten mehr Straftaten geklärt werden. Goluch zufolge helfen Meldungen den Sicherheitsbehörden, Tätergruppen zu verfolgen, neue Entwicklungen früh zu erkennen und Präventionsmaßnahmen zu setzen.

Das Bundesamt für Cybersicherheit nimmt am 1. Oktober 2026 auf Grundlage des Netz- und Informationssicherheitsgesetzes 2026 seine Arbeit auf. Es bündelt zentrale Aufgaben der Cybersicherheit. Im Fokus stehen kritische Bereiche wie Energie, Verkehr, Gesundheit und digitale Infrastruktur. Goluch zufolge soll die neue Struktur Prävention und Aufsicht übernehmen sowie größere Cybervorfälle koordinieren.

Das Land Steiermark schützt seine IT-Infrastruktur mit mehrstufigen Schutzsystemen, segmentierten Netzwerken und abgesicherten Rechenzentren. Regelmäßige Penetrationstests überprüfen die Systeme auf mögliche Schwachstellen. Zu den Maßnahmen zählen außerdem die ISO-27001-Zertifizierung, klare Abläufe bei Sicherheitsvorfällen und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Cybersicherheitsstellen.

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