Teilnehmende Kärntner Großküchen erfassen Lebensmittelabfälle

Teilnehmende Kärntner Betriebe erfassen Lebensmittelabfälle systematisch. Das Land unterstützt rund um den Welttag eine Aktionswoche.
Einige Kärntner Betriebe aus der Gemeinschaftsverpflegung erfassen gemeinsam mit United Against Waste systematisch Lebensmittelabfälle. Sie setzen auch auf Weiterbildungen für Küchenleitungen und Mitarbeitende. Spitäler, Pflegeheime, Reha-Kliniken, Betriebsrestaurants und Bildungseinrichtungen nehmen an dem Programm teil.
In Österreichs Außer-Haus-Verpflegung entstehen jährlich 171.000 Tonnen vermeidbarer Lebensmittelabfall. In Kärntens Gemeinschaftsverpflegung fallen pro Jahr rund 2.670 Tonnen an. Diese Menge entspräche dem Lebensmittelbedarf der Stadt Villach für einen Monat. Grundlage der Gegenüberstellung sind ein durchschnittlicher Monatsbedarf von rund 46 Kilogramm pro Person und rund 65.000 Einwohner in Villach. Entlang der Warenkette entstehen pro Kilogramm Lebensmittel fast zwei Kilogramm CO₂. Für Kärnten könnten jährlich rund 15.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden.
Großküchen passen Mengenplanung und Speiseangebot an
Die teilnehmenden Einrichtungen verbessern laufend ihre Mengenplanung. Sie bieten Gästen Wahlmöglichkeiten statt fixer Menüs an. Buffets werden nicht zu üppig bestückt, sondern laufend nachgefüllt. Übrig gebliebenes Essen geben die Betriebe kostengünstig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. Aus übrig gebliebenem Gulasch kann am Folgetag Reisfleisch zubereitet werden.
Der in Kärnten tätige Großküchenbetreiber Contento setzt in Einrichtungen wie Krankenhäusern auf praxisnahes Wissen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Küchenpersonal und Verantwortliche können zu „Food Waste Coaches“ ausgebildet werden. Begleitendes Monitoring macht sichtbar, wie sich Maßnahmen auf die Lebensmittelabfälle auswirken.
Das Land Kärnten unterstützt die Aktionstage „Nix übrig für Verschwendung“ von United Against Waste. Rund um den UN-Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September bringen teilnehmende Betriebe eine Woche lang Informationen und praktische Tipps in die Küchen und an den Esstisch. United Against Waste bietet außerdem das Monitoringsystem „MONEYTOR“ für Großküchen an, das Vergleiche zwischen Betrieben und die Erfolgsmessung einzelner Maßnahmen ermöglicht. Zum Angebot gehören auch Beratungen für Hotellerie und Gastronomie sowie die Ausbildung zum „Food Waste Coach“.
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