Textilrecycling in Niederösterreich: Pilotprojekt gestartet

Rotes Kreuz Niederösterreich und Saubermacher prüfen in einem einjährigen Pilotprojekt Recyclingwege für rund 20 Tonnen Alttextilien.
Das Rote Kreuz Niederösterreich und Saubermacher haben ein einjähriges Pilotprojekt gestartet. Es untersucht stoffliche Verwertungswege für unverkäufliche Alttextilien aus den Henry Läden.
In der Testphase werden rund 20 Tonnen unverkaufte Alttextilien aus Niederösterreich und aus den 37 Henry Läden analysiert. Für das Projekt kommen Kleidungsstücke infrage, die trotz mehrfacher Verkaufsversuche und Preisreduktionen keine Abnehmer:innen finden. Zuvor müssen auch die Weitergabe an lokale Sozialvereine und die Verwendung bei karitativen Hilfseinsätzen nicht mehr möglich sein.
Saubermacher analysiert Material und Verwertungswege
Saubermacher sortiert die Altkleidung und untersucht ihre Zusammensetzung sowie die enthaltenen Materialien. Anschließend wird geprüft, welche Fraktionen sich für Closed-Loop-Verfahren eignen, bei denen aufbereitete Fasern erneut in textilen Anwendungen eingesetzt werden können.
Textilien, die sich nicht zu neuem Garn verarbeiten lassen, können für Open-Loop-Anwendungen wie Automobilzubehör, Dämmstoffe, Möbel oder Akustikpaneele infrage kommen. Die thermische Verwertung ist als letzte Stufe vorgesehen, wenn Wiederverwendung und stoffliches Recycling technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich sind.
Die untersuchten Materialzusammensetzungen und möglichen Recyclingwege werden dokumentiert. Dadurch sollen Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten für unterschiedliche Textilien sowie zu technischen und wirtschaftlichen Grenzen gewonnen werden.
Für Kund:innen der Henry Läden und Spender:innen ändert sich durch das Pilotprojekt nichts. Der Wiederverkauf und die weitere Nutzung geeigneter Kleidungsstücke haben weiterhin Vorrang.
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