Weinernte in Österreich sinkt auf rund 1,7 Millionen Hektoliter
Bild mit KI erstellt Für Österreich werden rund 1,7 Millionen Hektoliter Wein erwartet, 28 Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025.
Für Österreich werden heuer rund 1,7 Millionen Hektoliter Wein erwartet. Damit fällt die Ernte um 28 Prozent niedriger aus als im Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025 und erreicht den geringsten Stand seit 2010.
2025 lag die Weinmenge noch bei rund 2,6 Millionen Hektolitern. Wegen der Hitze setzte die Weinlese heuer ungewöhnlich früh ein. In Niederösterreich, der Steiermark und Wien begann Anfang September die Hauptlese.
Trockenheit verringert die Erträge im Osten
Im Osten Österreichs führten extreme Trockenheit und Hitze zu Einbußen. Im Weinviertel rechnen die Winzer mit einem Mengenrückgang von bis zu 40 Prozent.
Die Trauben sind vielerorts klein. Das bedeutet weniger Saft, zugleich wird wegen der hohen Konzentration wertgebender Inhaltsstoffe mit besonders aromatischen und ausdrucksstarken Weinen gerechnet.
Weinbauverband plant Maßnahme für Rotwein
Für den heimischen Weinmarkt stehen Mengenreserven aus dem Weinjahr 2025 zur Verfügung. Während Weißwein preislich stabil bleibt, belastet ein europäischer Überschuss den Rotweinmarkt.
Der Weinbauverband will auf die EU-Agrarkrisenreserve zugreifen und 7 bis 10 Millionen Liter überschüssigen Rotwein zu Industriealkohol verarbeiten lassen. Dazu laufen Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium. Normalerweise entfallen zwei Drittel der österreichischen Weinernte auf Weißwein und ein Drittel auf Rotwein. Wegen der schwierigen Lage bei Rotwein erwartet der Verband einen weiteren Trend zum Weißwein-Anbau.
Auch die Apfelernte fällt heuer geringer aus. Die AMA rechnet österreichweit mit rund 125.000 Tonnen, nach 192.627 Tonnen im Jahr 2025. Die kleineren Äpfel weisen wegen der hohen Sonneneinstrahlung eine gute Aromaausbildung und einen hohen Inhaltsstoffgehalt auf. Die Versorgung des heimischen Marktes mit österreichischen Äpfeln soll gesichert bleiben. Im August betrug der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis für Tafeläpfel 0,97 Euro je Kilogramm.
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