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Wien startet Wohn-Ticket mit flexiblem PunktesystemBild mit KI erstellt

Mehr als 38.500 Haushalte haben bereits ein Konto angelegt, und mehr als 13.500 Wiener Wohn-Tickets wurden ausgestellt.

Erstmals werden Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen über ein gemeinsames Wiener Wohn-Ticket vergeben. Zugleich ersetzt ein flexibles Bonuspunkte-System die bisherigen starren Wohnbedarfsgründe.

Bei der Vergabe soll künftig die gesamte Wohn- und Lebenssituation der Wohnungssuchenden berücksichtigt werden. Wer mehr Unterstützung benötigt, erhält mehr Bonuspunkte und verbessert damit die Chancen auf eine passende Wohnung. Berücksichtigt werden unter anderem Ausbildung, Alleinerziehen, zusätzlicher Platz für die Familie, hohe Wohnkosten, Pflegeverantwortung, Trennung, drohender Wohnungsverlust und Wohnbedarf aufgrund häuslicher Gewalt. Das Modell soll den Zugang zu leistbarem Wohnraum einfacher, transparenter und treffsicherer machen.

Für Wohnbedarf aufgrund häuslicher Gewalt gibt es 100 Punkte, für Pflege zu Hause bis zu 100 und für Alleinerziehende bis zu 80. Drohender Wohnungsverlust bringt bis zu 80 Punkte, eine betreute Person 75 und der Wechsel in eine kleinere Wohnung bis zu 70. Für Jungwiener*innen, Überbelag und Wohnkosten sind jeweils 50 Punkte vorgesehen. Eine Wohnung ohne Bad und/oder WC sowie Trennung oder Scheidung bringen jeweils bis zu 50 Punkte. Der Wien-Bonus und lange Wartezeit zählen jeweils bis zu 45, Schwangerschaft 30 und ein Wohnungswechsel ab 65 Jahren aus dem Gemeindebau bis zu 30. Aus- und Weiterbildung wird mit 20 Punkten bewertet.

Je höher die erreichte Punktesumme, desto höher ist die Reihung bei der Wohnungsvergabe. Der Wien-Bonus für langjährige Wiener*innen und unbefristete Mietverträge im Gemeindebau bleiben erhalten.

Wien-Bonus führt die erste Punkteverteilung an

Bei der ersten Punkteverteilung unter den Registrierten liegt der Wien-Bonus für langjährige Wiener*innen mit Abstand vorne. Überbelag und Jungwiener*innen folgen auf den Plätzen zwei und drei. Aus- und Weiterbildung liegt auf Platz fünf, gefolgt von Alleinerziehenden. Die Wohnberatung Wien führte mehr als 12.500 Beratungsgespräche, davon über 1.000 vor Ort beim Tag des Wiener Wohnbaus am 6.9.

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