AFC-Präsident unterstützt in Tokio Infantinos Wiederwahl
Bild mit KI erstellt Der Präsident des asiatischen Fußballverbands sagt Gianni Infantino volle Unterstützung zu, nachdem er ihn zuvor scharf kritisiert hatte.
Scheich Salman bin Ibrahim al-Chalifa, Präsident des asiatischen Fußball-Kontinentalverbands AFC, steht ohne Vorbehalte hinter einer vierten Amtszeit von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Seine Zusage gab Al-Chalifa am Freitag beim außerordentlichen AFC-Kongress in Tokio.
Der 56-jährige Infantino steht seit 2016 an der Spitze des Weltverbands. Beim nächsten FIFA-Kongress im März 2027 in der marokkanischen Hauptstadt Rabat will er erneut zur Wahl antreten.
Infantino kann auf arabische und afrikanische Verbände zählen
Zu Infantinos Rückhalt zählten schon Anfang Oktober 22 arabische Fußballverbände. Zwölf davon stammen aus Asien. Auch die 54 afrikanischen Fußballverbände unterstützen ihn.
Al-Chalifa aus Bahrain hatte dagegen einige Monate zuvor gemeinsam mit den Präsidenten der UEFA und der CONCACAF einen Brief mit scharfer Kritik an Infantino verfasst. Widerspruch kam daraufhin unter anderem aus Katar. Zuletzt hatte Al-Chalifa seine Kritik bereits gemäßigter formuliert.
UEFA hat noch keinen Gegenkandidaten bestimmt
Auch die Art, wie Infantino den Verband führt, findet in manchen Kreisen des Fußballs entschiedene Ablehnung. Der erfolglos gebliebene Plan, die WM-Rechte durch Kapitalanleger von außerhalb kommerziell verwerten zu lassen, brachte Infantino im Sommer massiv in Bedrängnis.
Zu Gesprächen über denkbare Reformen innerhalb der FIFA lud Infantino zuletzt erstmals seine Widersacher ein und griff damit die Einwände auf.
Infantino hatte insbesondere das Vertrauen europäischer Verbände sowie von Verbänden im CONCACAF-Raum verloren. Die UEFA hat bisher keinen Gegenkandidaten bestimmt. Die Opposition kann noch bis zum 18. November einen Kandidaten formell zur Wahl anmelden.
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