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Bašić fordert einfachere Verfahren für Kärntens BetriebeBild mit KI erstellt

Ein gemeinsames Papier zu Fachkräften, Beschäftigung und Kärntens Wirtschaftsstandort soll im Jänner 2027 der Politik präsentiert werden.

Im Anschluss an die 80. Regierungssitzung stellten Landeshauptmann Daniel Fellner, Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber, WK-Vizepräsidentin und JW-Vorsitzende Nika Bašić, IV-Präsident Timo Springer und AMS-Geschäftsführer Peter Wedenig bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nächste Schritte vor.

Fellner will den Wirtschaftsstandort Kärnten bis 2035 stärken und Bürokratie abbauen. Gesetze und Verordnungen dürften Unternehmen nicht unnötig behindern. Eine Taskforce soll Betriebe künftig als Servicepartner unterstützen. Auf Ebene der Bezirkshauptmannschaften sollen „Kümmerer“ Betriebe bei kleineren Projektvorhaben begleiten.

Gruber nennt die Fachkräfteverfügbarkeit die größte Standortgefahr

Gruber setzt auf Qualifizierung, Infrastruktur und ausreichend Fachkräfte. Internationale Arbeitskräfte seien ebenfalls wichtig, um Kärnten langfristig attraktiv zu halten. Die Verfügbarkeit von Fachkräften sei für den Standort die größte Gefahr, sagte er. Trotz bisheriger Maßnahmen bestehe das Problem weiter.

Bašić fordert bessere Rahmenbedingungen für heimische Betriebe, damit junge Menschen und Fachkräfte in Kärnten bleiben. Eine Studie der Jungen Wirtschaft sieht Handlungsbedarf bei Mobilität, Wohnraum und Bildung sowie bei Arbeitsmarkt, Gehaltsniveau und Branchenvielfalt. Bašić zufolge reicht Lebensqualität allein nicht aus: Junge Menschen bräuchten leistbaren Wohnraum, funktionierende Mobilität und berufliche Perspektiven.

Deregulierungsprozess läuft seit Juni 2025

Drei Arbeitskreise haben bereits stattgefunden, der vierte zu Naturschutz, Energie und Umwelt steht noch aus. Nach mehr als einem Jahr seien viele Probleme beschrieben und Vorschläge erarbeitet, der große Wurf fehle aber noch, sagte Bašić. Sie verwies auf den hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck der Betriebe und fordert einfachere und schnellere Verfahren, klare Zuständigkeiten, mehr Eigenverantwortung und Planungssicherheit. Nötig sei auch ein klares politisches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort, das sich durch die gesamte Verwaltung ziehe.

Die gemeinsame Arbeit soll konkrete Maßnahmen zu Fachkräften, Beschäftigung und Wirtschaftsstandort entwickeln. Ein gemeinsames Papier für die Politik soll im Jänner 2027 präsentiert werden. Springer sprach sich für gemeinsame Schritte zur Sicherung von Fachkräften und zur Weiterentwicklung des Standorts aus. Wedenig sieht Demografie und den Wandel der Wirtschaft als zentrale Herausforderungen und will bestehende Initiativen zu einer Strategie bis 2035 bündeln. Die Regierungssitzung fiel in Österreichs Jubiläumsjahr: 80 Jahre Sozialpartnerschaft. Bašić sagte, diese müsse über den Dialog hinaus Lösungen ermöglichen und Bewegung in schwierige Themen bringen.

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