Braathen gewinnt Riesentorlauf in Sölden vor Schweizer Duo
Bild mit KI erstellt Raphael Haaser verbessert sich mit der schnellsten Finalfahrt von Rang 20 auf Platz fünf und erreicht das beste österreichische Ergebnis.
Lucas Pinheiro Braathen hat beim Weltcupauftakt der Herren in Sölden die Schweizer Loïc Meillard und Marco Odermatt auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Der Brasilianer gewann den Riesentorlauf am Rettenbachferner, mit dem die Herren am Sonntag in die Saison 2026/27 starteten. 14.300 Fans verfolgten das Rennen vor Ort.
Wegen heftiger Windböen im oberen, flachen Streckenabschnitt musste das Feld vom Reservestart aus ins Rennen gehen. Die FIS gab die Änderung wenige Stunden vor dem Bewerb bekannt. Der Beginn des ersten Laufs blieb bei 10.00 Uhr, die Fahrzeit verkürzte sich um die ersten paar Sekunden. Mehrere Teilnehmer stürzten. Nach dem ersten Durchgang trennten den führenden Braathen und Meillard 0,24 Sekunden.
Haaser fährt mit Finalbestzeit zum besten ÖSV-Ergebnis
Österreich war mit acht Startern vertreten. Weltmeister Raphael Haaser lag zur Halbzeit auf Rang 20. Dank der Bestzeit im zweiten Durchgang beendete der Tiroler das Rennen auf Platz fünf und als bester Österreicher.
Marco Schwarz hatte schon im ersten Durchgang keine Chance mehr auf ein Ergebnis. Er kollidierte im oberen Abschnitt des Kurses mit einem Tor, nachdem er auf dem Skischuh weggerutscht war. Beim Saisonauftakt des Vorjahres hatte Schwarz hinter Marco Odermatt noch den zweiten Platz erreicht.
Stefan Brennsteiner beendete den Bewerb als Elfter, nachdem er nach der ersten Fahrt noch an dritter Stelle gelegen war. Patrick Feuerstein belegte Rang zehn. Joshua Sturm holte als 17. ebenfalls Weltcuppunkte.
Carrick-Smith schafft als erster Brite das Finale in Sölden
Freddy Carrick-Smith schrieb mit seiner Finalqualifikation britische Skigeschichte. Vor dem 19-Jährigen hatte noch kein Brite in Sölden einen zweiten Durchgang erreicht. Mit Startnummer 46 kam er am Ende auf Platz zwölf.
Auf den weiteren Plätzen der besten 15 klassierten sich River Amadeus aus den USA als Vierter, der Deutsche Fabian Gratz als Sechster und der Italiener Alex Vinatzer als Siebenter. Eirik Hystard Solberg aus Norwegen wurde Achter, der Franzose Leo Anguenot Neunter. Die Ränge 13 bis 15 gingen an den Franzosen Thibout Favrot, den Norweger Rasmus Bakkevig und den Deutschen Anton Grammel.
Braathen, 26 Jahre alt, erhöhte seine Bilanz auf neun Weltcupsiege. Über die Saisongrenze hinweg blieb er im Riesentorlauf zum dritten Mal nacheinander ungeschlagen. In Sölden hatte seine Weltcupsiegesserie einst mit dem ersten Erfolg seiner Karriere begonnen.
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