DNA belegt Ziegenrisse durch getöteten Wolf in Arzl im Pitztal
Bild mit KI erstellt Der Wolf tötete sechs Ziegen. Die Bezirkshauptmannschaft Imst prüft weiter, ob sein Abschuss ohne Verordnung rechtmäßig war.
Ein DNA-Abgleich hat geklärt, welches Tier im September in Arzl im Pitztal sechs Ziegen tötete: Verantwortlich war jener Wolf, der Stunden nach den Rissen erschossen aufgefunden worden war. Die betroffene Heimweide befindet sich unweit von Wohnhäusern und einem Siedlungsgebiet.
Zeitweise war offen, ob die Ziegen einem Goldschakal zum Opfer gefallen waren. Genetische Spuren hatten bei früheren Untersuchungen Kontakte eines Fuchses, eines Goldschakals und eines Wolfes mit den Ziegen nachgewiesen.
Ob der Wolf rechtmäßig erschossen wurde, ist weiterhin Gegenstand eines Verfahrens bei der Bezirkshauptmannschaft Imst. Eine Abschussverordnung gab es für die Tötung des Tieres nicht.
Das Tiroler Regelwerk knüpft die Entnahme von Schad- und Risikowölfen an zwei mögliche Voraussetzungen: Entweder besteht eine Maßnahmenverordnung, oder es liegt Gefahr im Verzug vor. Für den zweiten Fall kommt es auch darauf an, wo die betroffenen landwirtschaftlichen Nutztiere gehalten werden. Als Haltungsort ist ein ausgewiesenes Alpschutzgebiet oder eine landwirtschaftliche Weidefläche erforderlich. Zudem muss für Leben oder Gesundheit dieser Nutztiere eine gegenwärtige Gefährdung oder eine unmittelbare Bedrohung bestehen, damit die Voraussetzung der Gefahr im Verzug erfüllt ist.
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