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Palliativteams tauschen sich in Schwaz über Versorgung aus

Fachkräfte aus ganz Österreich tauschten Erfahrungen aus und diskutierten Versorgungsmodelle für unterschiedliche PatientInnengruppen.

In Schwaz kamen am 22. Oktober Fachleute der Mobilen Palliativteams aus allen Teilen Österreichs zu einer bundesweiten Tagung zusammen. Sie besprachen die Unterstützung für Menschen mit schweren Erkrankungen und ihre Angehörigen. Dabei befassten sie sich vor allem mit neuen Betreuungswegen für unterschiedliche PatientInnengruppen, mit praxiserprobten Versorgungsmodellen und mit dem Teilen ihrer Erfahrungen über Bundesländergrenzen hinweg.

Das Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol organisierte den Aktionstag gemeinsam mit der Koordinationsstelle Hospiz- und Palliativversorgung. Die Tiroler Hospizgemeinschaft und das Mobile Palliativteam des Bezirkskrankenhauses Schwaz arbeiteten ebenfalls daran mit. Kooperationspartner waren die Österreichische Palliativgesellschaft und der Dachverband Hospiz Österreich.

In Arbeitsgruppen erörterten die Teilnehmenden Möglichkeiten der Verständigung in der Palliativversorgung, die Betreuung bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und den Wechsel in die Erwachsenenversorgung bei Menschen im jungen Erwachsenenalter. Weitere Gespräche galten der Frage, wie Personen ohne festen Wohnsitz sowie Menschen mit Behinderungen versorgt werden. Für Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele bietet der österreichweite Dialog eine wichtige Gelegenheit, das Wissen anderer aufzugreifen und Anregungen für die Versorgung vor Ort mitzunehmen. Eine funktionierende Palliativversorgung setze voraus, dass ehrenamtliche Hospizdienste, Fachkräfte unterschiedlicher Gesundheitsberufe und soziale Einrichtungen gemeinsam und eng aufeinander abgestimmt handeln, betonte sie.

Tirols flächendeckendes Hospiz- und Palliativangebot besteht seit 2019. Zu Hause ebenso wie in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen erhalten schwer kranke und sterbende Menschen Hilfe durch sieben mobile Palliativteams und ein Mobiles Kinderpalliativteam. Den Behandlungsteams in Tiroler Fondskrankenanstalten stehen acht Palliativkonsiliardienste zur Seite. Spezialisierte Palliativbetten gehören zur Ausstattung von fünf Krankenhäusern. Das Hospizhaus in Hall in Tirol verfügt über 15 stationäre Hospizbetten und ein Tageshospiz mit sechs teilstationären Plätzen. Im Hospizhaus werden zudem mehr als 430 ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen koordiniert. Teilstationäre Angebote sollen auch in weiteren Tiroler Regionen entstehen. Der nächste Austausch in dieser Form findet 2028 in Graz statt.

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