GerambRose würdigt zwei Grazer Bauprojekte in Reininghaus

Die Preisverleihung des Vereins BauKultur Steiermark fand am 28. Oktober in der historischen Tennenmälzerei statt.
Am 28. Oktober ging die GerambRose an zwei Grazer Bauvorhaben: die revitalisierte Tennenmälzerei und die Volksschule Reininghaus. Die beiden städtischen Bauwerke liegen im Grazer Stadtteil Reininghaus so, dass sie voneinander aus zu sehen sind. Der Verein BauKultur Steiermark überreichte den Preis in der historischen Tennenmälzerei.
Die internationale Fachjury mit Architektin Sybille Caspar an der Spitze machte sich bei 18 Projekten vor Ort ein Bild. Insgesamt gab es 64 Einreichungen. Sechs Projekte wurden mit der GerambRose prämiert. Die besondere Würdigung „GerambRose – Klassiker“ ging an ein weiteres Bauwerk. Weitere geehrte Bauten waren die Montagehalle ganz in Holz in Frauental, die Kinderkrippe Gabersdorf, das Jesuitenrefektorium in Graz sowie der Kindergarten Mühltal in Leoben. In Graz ging die Sonderauszeichnung an das Haus Lojen. Alle zwei Jahre verleiht der Verein BauKultur Steiermark die GerambRose.
Die Tennenmälzerei verbindet historische Substanz mit neuer Nutzung
Das denkmalgeschützte Industriegebäude aus dem Jahr 1888 steht heute als Treffpunkt der Nachbarschaft sowie für Kultur und Veranstaltungen zur Verfügung. Bei der Sanierung wurde der Großteil der ursprünglichen Bausubstanz bewahrt. Noch heute lassen sich am Gebäude Spuren seiner früheren Funktion als Industriebetrieb erkennen. Der vorgelagerte Stahlbau eröffnet zusätzliche Wege ins Gebäude. Im Inneren kommen wiederverwendete Materialien zum Einsatz, und die Räume lassen sich flexibel nutzen.
Das Konzept entstand aus der Zusammenarbeit von Breathe Earth Collective und Hohensinn Architektur. Heike Wolf-Nikodem-Eichenhardt leitete die Abteilung für Immobilien, die als Auftraggeberin auftrat. Für die Stadtbaudirektion war Ingrid Frisch in die Betreuung des Projekts eingebunden. Die GBG Gebäude- und Baumanagement Graz realisierte das Vorhaben und koordinierte die Arbeiten eng mit dem Bundesdenkmalamt.
Die Volksschule verbindet Lernen mit ökologischer Bauweise
Das Grazer Büro dreiplus ARCHITEKTEN ZT GmbH plante die Volksschule Reininghaus. Das Gebäude bietet offene Lernlandschaften, flexibel nutzbare Gemeinschaftsbereiche und begrünte Freiräume. Photovoltaik, ökologische Baustoffe und ein Energiekonzept ergänzen die Bauweise. Für ihren hohen Umweltstandard erhielt die Schule bereits die Auszeichnung „klimaaktiv Gold“.
Auftraggeberin war die Abteilung für Bildung und Integration unter der Leitung von Günter Fürntratt. Die Projektverantwortung in der Stadtbaudirektion lag bei Johannes Jagersbacher. Bei der Preisverleihung würdigten Landesrätin Claudia Holzer, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Landesbaudirektor Andreas Tropper und Sabine Siegel vom Verein für Baukultur die Bedeutung qualitätsvoller Baukultur. Stadtbaudirektor Bertram Werle hob hervor, dass die beiden Auszeichnungen auch für die Zusammenarbeit der städtischen Fachabteilungen, Projektverantwortlichen, Architektinnen und Architekten sowie weiterer Beteiligter stünden.
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