Gratis-Touren in Wien ziehen mehr als 3.000 Menschen an
KI-Bild 2026 nahmen mehr als 3.000 Menschen an 150 kostenlosen Touren teil. Das Programm für 2027 wird voraussichtlich ab März online gestellt.
Kurz gefasst
KI-Zusammenfassung
- In Wien nahmen 2026 mehr als 3.000 Menschen am kostenlosen Programm der Gemma-Zukunft-Touren teil.
- Mit 150 unterschiedlichen Touren war das Angebot so groß wie nie zuvor.
- Das Programm für 2027 wird voraussichtlich ab März schrittweise online gestellt.
Mehr als 3.000 Menschen nahmen 2026 am kostenlosen Programm der Gemma-Zukunft-Touren teil. Mit 150 unterschiedlichen Touren war das Angebot so groß wie nie zuvor. Die MA 18 Stadtplanung hatte die Reihe 2022 ins Leben gerufen.
Das Programm führte unter anderem entlang neuer Straßenbahntrassen, durch Stadtentwicklungsgebiete und zu Baustellen. Auch eine Führung durch das Otto Wagner-Areal stand auf dem Plan. Zu den besuchten Orten zählten der Hafen, der Zentralfriedhof, der Liesingbach, der 48er-Tandler und Wiens erstes Supergrätzl in Favoriten. Schwerpunkte zum Eurovision Song Contest stellten Musik in den Mittelpunkt, etwa bei einer Silent Walking Disco und einem Baulückenkonzert mit Naked Lunch am Gelände des Nordwestbahnhofs.
Touren zu Hitze und Stadtplanung gehören zu den begehrtesten Angeboten
Zu den begehrtesten Angeboten zählten Führungen zu Hitze und den Herausforderungen für die Stadtplanung. Bei den sogenannten „Einbautenspaziergängen“ erklärten die Guides, wie komplex Baumpflanzungen im Straßenraum sind. Neu im Programm waren Spaziergänge mit der Baupolizei und Touren durch die Häuser zum Leben, Österreichs größten Anbieter für Senior:innenbetreuung.
Die Saison beginnt traditionell zu Ostern und dauert bis Oktober, sodass auch in den heißen Sommermonaten Touren stattfinden. Behandelt werden dabei unter anderem Projekte zum Entsiegeln, Begrünen und Kühlen des Straßenraums, Gebäudesanierungen sowie eine nachhaltige Wärme-, Kälte- und Stromversorgung. Mitarbeiter:innen der Stadt und ausgewählte externe Guides führen die Touren, die im Schnitt rund zwei Stunden dauern. Zu-Fuß-Gehen beeinflusst die Wahrnehmung der Stadt und soll das Bewusstsein für Mobilität im öffentlichen Raum stärken.
Expert:innen zeigen Verkehrslösungen im Supergrätzl Favoriten
Das verkehrsberuhigte und begrünte Supergrätzl in Favoriten zieht Besucher:innen an. Internationale Delegationen lassen sich dort ebenso durch das Pilotprojekt führen wie Wiener:innen, die mehr darüber erfahren wollen. Expert:innen erläutern die umgesetzten Verkehrslösungen, den Einsatz von Diagonalfiltern sowie Begrünungs- und Kühlungsmaßnahmen. Die Teilnehmenden können dabei selbst erleben, wie sich die Maßnahmen auf die Aufenthaltsqualität auswirken.
Eine besonders beliebte Führung macht den Untergrund im Straßenraum zum Thema. An einer Straßenbaustelle zeigen zwei Planer, wie Leitungen, Wurzelraum und Baumstandorte mit künftigen Umgestaltungen zusammenhängen. Zum Abschluss wird ein kürzlich umgesetztes Projekt besucht und darüber gesprochen, wie zukunftsfähige Straßenräume aussehen können und welche Hürden noch zu überwinden sind.
Auch die Touren entlang des Erlebnispfads zur Liesingbach-Renaturierung sind beliebt. Der bereits renaturierte Abschnitt ist mehr als neun Kilometer lang. Die Stadt beschreibt den Liesingbach dort als ökologisch intaktes Gewässer, das sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt habe. Bis 2027 sollen die noch verbauten 9,2 Kilometer naturnah gestaltet werden. Bei Spaziergängen am Liesingbachufer erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die laufenden Bauarbeiten.
Eine rund zehnstündige Tour durch alle 23 Wiener Bezirke bildete am 25. Oktober den Saisonabschluss. Sie startete am Grässlplatz im 11. Bezirk und führte bis zum Naschmarkt im 4. Bezirk. Das Programm für 2027 wird voraussichtlich ab März schrittweise online gestellt, die Saison beginnt Anfang April. Für Jänner und Februar ist wieder ein kleines Off-Season-Angebot geplant.
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